Coburg - Gegen das Virus hilft weder der Charme des kleinen Lords noch die Magie der schönen Zauberin Alcina: Die Hoffnung, dass beide doch noch im Advent Premiere feiern könnten, wird sich nicht erfüllen. Das Coburger Landestheater bleibt im Lockdown-Modus, sowohl das populäre Kinderstück als auch die exotische Barockoper verharren in der Warteschleife. Für die kleinen und großen Theaterfans ist vor allem der Verzicht auf das Weihnachtsmärchen betrüblich, für die Theatermacher ist er nicht nur wirtschaftlich ein Fiasko. Um die 20.000 Zuschauer lockt das Familienstück Jahr für Jahr ins Große Haus, trotz günstiger Kinderpreise sind die über 50 Vorstellungen zwischen November und Januar ein relevanter Einnahmeposten. "Noch viel schlimmer wiegt aber der ideelle Verlust", gibt Fritz Frömming zu bedenken, als Kaufmännischer Direktor eigentlich ein Mann der Zahlen. Die wird er bei der Sondersitzung des Stadtrats am 3. Dezember unterbreiten. Nicht so leicht zu kalkulieren wie die aktuellen Einbußen sind jedoch die langfristigen Folgen der Zwangspause und des Nicht-Sichtbarseins.
Coburg Märchen in der Warteschleife
Diete Ungelenk 25.11.2020 - 21:24 Uhr