Coburg Mehr Parkplätze für das Demo

Im Demo in Coburg entsteht eine neue Parkfläche. Das wünschen sich Anwohner seit vielen Jahren. Oberbürgermeister Dominik Sauerteig hat das Projekt schnell auf den Weg gebracht. Das würdigten Stadträtinnen und Stadträte sowie Anwohner, die ihn am Dienstag bei einer Baustellenbegehung begleiteten. Foto: /Wolfgang Braunschmidt

Jahrelang sind Anwohner mit ihrem Anliegen, Stellflächen für Autos zu schaffen, bei der Stadt Coburg gegen eine Wand gelaufen. Jetzt hat Oberbürgermeister Sauerteig eine erste Lösung vorgestellt.

Coburg - Jahr um Jahr hat sich Norbert Sauer die Hacken abgelaufen, um bei der Coburger Stadtverwaltung eine Lösung für das drängende Parkplatzproblem im Demo zu erreichen. Passiert ist nichts – bis zum Stadtspaziergang, zu dem Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) im Sommer eingeladen hatte. Dabei wurde der OB damit konfrontiert, dass jede freie Fläche in dem Stadtteil, in dem rund 1500 Menschen wohnen, mit Autos zugestellt wird: Wiesen, Bürgersteige, Straßenränder (die Neue Presse berichtete mehrfach).

Am Mittwoch präsentierte der Oberbürgermeister eine pragmatische Lösung für das Problem. Auf einer knapp 300 Quadratmeter großen Fläche am Heimatring wird gegenwärtig eine Stellfläche angelegt, die Platz für rund 25 Autos bieten wird. Noch im Dezember soll sie nutzbar sein, so Sauerteig.

„Was wir hier machen, ist nicht unsere Wunschlösung“, betonte der Oberbürgermeister. Es sei aber die einzige Möglichkeit gewesen, „schnell Druck aus dem Kessel nehmen zu können“. Damit meinte Sauerteig die Kritik an der Parkplatznot im Demo, die in den vergangenen Wochen immer lauter und heftiger geworden ist. Er betonte ausdrücklich, dass die „pragmatische Lösung“ nur einen Übergang darstellt. In Arbeit ist ein Gesamt-Entwicklungskonzept für das Demo, in dem zukunftsgerichtete, klimafreundliche Mobilität eine zentrale Rolle einnehmen wird.

Norbert Sauer zeigte sich froh, „dass sich der OB durchgesetzt hat und einfach macht“. Sauer hoffe, dass die neue Parkmöglichkeit von Anwohnern angenommen wird und die „Wiesenparker“ bald der Vergangenheit angehören. Zudem wünsche er sich, dass sich damit auch die Situation im besonders mit parkenden Autos belasteten Baltenweg entspannt.

Eine Anwohnerin konfrontierte den Oberbürgermeister mit dem Wunsch, den bereits bestehenden Parkplatz am Heimatring und die neue Stellfläche direkt daneben gut zu beleuchten. In der Dunkelheit müsse man Angst haben, sagte die Frau, und verwies auf eine vor wenigen Tagen geschehene, mutwillige Beschädigung ihres Autos, die sie der Polizei gemeldet habe. Mit Blick auf die Beleuchtung sagte der OB Abhilfe zu.

Die Stadträtinnen und Stadträte Birgit Weber und Kurt Knoch (beide CSU), Michael Dorant (Grüne) und Thomas Apfel (Pro Coburg), die im Demo wohnen, dankten der Stadt für die Anlegung des Parkplatzes. „Darauf warten wir schon viele Jahre“, sagte Knoch. Weber ergänzte, „ich bedanke mich dafür, dass die Stadt den Parkdruck aus dem Viertel nimmt“. Jetzt müssten nur noch „ein paar Leuchten“ installiert und Grün angesät werden. Dorant bedauerte erneut, dass mit der neuen Stellfläche Boden versiegelt wird, hofft aber, dass das Parken auf den Wiesen im Demo der Vergangenheit angehört.

Auch das im Sommer kritisierte Hickhack um die Zuständigkeiten beim Winterdienst auf öffentlichen Wegen im Demo ist vorbei. Hier hätten Stadt, Wohnbau und CEB das Kompetenz-Wirrwarr beseitigt. Allerdings entbinde dies Privateigentümer nicht von der allgemeinen Räum- und Streupflicht, so der OB.

Er sicherte zu, dass die Verwaltung für alle Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger bei den „Spaziergängen“ in den Coburger Stadtteilen vorgebracht haben, nach Lösungen sucht. Dazu bat er um Geduld, da es teilweise komplexer Prüfungen und mancher Genehmigung bedürfe. Zudem betonte der OB, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden könnten, die an ihn und seine Mitarbeitenden herangetragen worden sind. Das Beispiel im Demo zeige aber, dass die Hinweise ernst genommen und konsequent abgearbeitet würden.

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