Coburg Michelbach soll Interessen der Jugend vertreten

Der Coburger CSU-Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach soll mithelfen, dass Deutschland schneller aus der Verstromung von Kohle aussteigt.

Coburg -Das fordern Katharina Trapp, Helena Lakemann, Marius Thiel, Wolfram Klatt und Noah Meißner von "Fridays for Future Coburg".

Am Freitag stimmt der Bundestag über das Gesetz zum Kohleausstieg in Deutschland ab. Im Dezember vergangenen Jahres habe Michelbach für das "Klimapaket 2030" votiert. Es "wäre der nächste konsequente Schritt für den Klimaschutz, den Kohleausstieg nicht weiter zu verzögern, sondern bis spätestens 2030 umzusetzen". Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Kohlekraftwerke in Deutschland bis zum Jahr 2038 laufen können.

"Gerade wir Jugendlichen machen uns große Sorgen um die Kosten, die durch den Klimawandel entstehen. Hitze und Wetterextreme werden uns in den kommenden Jahren Standhaftigkeit abverlangen. Auch im Coburger Land bekommen schon heute viele Landwirte, die in den vergangenen Jahren mit Trockenzeiten und Ernteeinbußen zu kämpfen hatten, und Waldbesitzer, denen gerade die Arbeit ganzer Jahrzehnte vom Borkenkäfer zerfressen wird, die Wucht des Klimawandels schmerzlich zu spüren", heißt es in dem Schreiben.

Trapp, Lakemann, Thiel, Klatt und Meißner bitten Hans Michelbach "inständig, am kommenden Freitag die Interessen unserer Generation und ihres Wahlkreises zu präsentieren und gegen das vorliegende Gesetz zu stimmen". Die Sommerpause sollte der Parlamentarier nutzen, um mit seinen Kollegen "ein neues Kohleausstiegsgesetz auszuarbeiten, das die Forderungen der Wissenschaft umsetzt und den Zielen des Pariser Klimaabkommens gerecht wird". Es könnte zum Vorbild für Europa und die ganze Welt dienen. Es sei Zeit, "Deutschland wieder zum Vorreiter der regenerativen Energieversorgung und des ökologischen Wandels zu machen". wb

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