Coburg - "Ich habe ihn schlicht gefragt: 'Was kostet ein ganz kleiner Philipp Geist?'", schmunzelt Martin Rohm, Beauftragter der Coburger Landesstiftung und verantwortlich für die Museumsnacht. Der Lichtkünstler Philipp Geist, der zurzeit zum 500. Jahrestag der Reformation eine Kirche in Venedig illuminiert, wollte erst einmal wissen, was die "Nacht der Kontraste" überhaupt sei und was die Veste Coburg mit Luther zu tun habe. Rohm reichte ein Konzept ein und überzeugte: Im April machte der Künstler auf der Veste Station und fotografierte, was das Zeug hielt. Das Ende vom Lied: Der in Berlin lebende Oberbayer, der bereits die Christus-Statue in Rio de Janeiro, das Freiheitstor in Teheran und den Königspalast in Bangkok spektakulär beleuchtet hatte, verliebte sich in den "authentischen Lutherort", drückte beim Preis ein Auge zu - und Coburg erhielt die Zusage. Rohms Augen leuchten, wenn er davon spricht, dass Geist am 9. September den vorderen Burghof mit Licht und Laser zu einem erlebbaren Raum, passend zur Geschichte der Reformation, gestalten wird.