Coburg Neue Gesichter zum Schulanfang

Karina Kräußlein-Leib begrüßte zusammen mit Schulamtsdirektor Uwe Dörfer (zweiter von rechts) die neuen Schulleiter und Stellvertreter Tanja Parys, Stefan Landgraf, Katrin Gänslein, Jürgen Georg Behling, Monika Galla und Nicole Dejosez. Foto: Lukas Schäfer/Schäfer

Schulamtsdirektor Uwe Dörfer hat im Landratsamt Coburg die neuen Schulleiter und Stellvertreter des Coburger Schulamtsbezirkes vorgestellt.

Der Start in das neue Schuljahr nach den Sommerferien ist für viele Schüler nicht unbedingt der beliebteste Tag im Kalender. Dabei ist ein neues Schuljahr oft auch mit neuen Gesichtern verbunden. Wer in seiner Schullaufbahn einen Schulwechsel vollzogen hat, weiß wie man sich als der oder die Neue fühlt. Dabei muss es sich bei den Neuen nicht immer zwangsläufig um neue Mitschüler handeln. So hat Schulamtsdirektor Uwe Dörfer in dieser Woche gleich vier neue Schulleiter und zwei Stellvertreter begrüßt, die kürzlich ihre Arbeit an den Grund- und Mittelschulen im Schulamtsbezirk Coburg aufgenommen haben.

„Es hat in Coburg Tradition, in der zweiten Schulwoche nach den Ferien die neuen Schulleiter und Schulleiterinnen einzuladen und persönlich zu begrüßen“, freute sich Uwe Dörfer im Coburger Landratsamt. Zu den neuen verantwortlichen Schulleitern zählen in diesem Jahr Tanja Parys (Pestalozzischule), Nicole Dejosez (Melchior-Franck-Grundschule), Katrin Gänslein (GS Rödental-Mitte) und Stefan Landgraf (MS Rödental-Oeslau). Als neue Stellvertreter wurden Monika Galla (Melchior-Franck-Grundschule) und Jürgen Georg Behling (Heiligkreuz-Mittelschule) herzlich begrüßt.

„Nichts ist beständiger als der Wandel. Im kommenden Schuljahr wird Sie ein großer Berg an Arbeit und Herausforderungen erwarten“, betonte Dörfer im Landratsamt. Dabei verglich der Schulamtsdirektor die Arbeit der engagierten Lehrkräfte mit der Besteigung des höchsten Berges der Welt, dem Mount Everest: „Um neue Gipfel zu erklimmen, braucht es Umsicht, Ausdauer und Leidenschaft. Mut allein reicht nicht aus. Sie stehen nicht lange vor dem Berg und staunen, sondern marschieren einfach los. Die dafür notwendige Ausrüstung ist an den jeweiligen Schulen vorhanden.“

Die Situation an Grund- und Mittelschulen ist im noch recht jungen Schuljahr landesweit sehr angespannt. Im gesamten Freistaat rechnet der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) mit 4000 fehlenden Lehrkräften und warnt vor ausfallenden Unterrichtseinheiten. Doch in Coburg ist die Situation erheblich entspannter. So hatte Schulamtsdirektor Dörfer bereits zur Einschulung Mitte September betont, in den Grund- und Mittelschulen über genügend Lehrkräfte zu verfügen. „Es fehlen zum Schulstart keine Lehrkräfte.“ Die vielen Ausfälle hätten durch mobile Reserven kompensiert werden können.

Dennoch wartet auf die neuen Schulleiter laut Dörfer auch im bevorstehenden Schuljahr jede Menge Arbeit. „Schule ist täglich ein Marathon. Zusätzlich rückt das Bildungssystem durch die Corona-Pandemie und dem Ukrainekonflikt immer mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit.“ Daher seien ihm drei Bereiche ganz besonders wichtig. Da wäre zunächst die permanente Schulentwicklung, die nie aufhöre. Als Zweites nannte Dörfer den Bereich der Menschenführung. „Ein Lehrer ist ständige Bezugsperson für seine Schüler. Eine Schule zu leiten, ist nicht einfach. Man braucht einen guten Zugang zu anderen Menschen und stets ein offenes Ohr.“ Als Letztes nannte Dörfer den Bereich der Kooperation. „Sie sind für das Erscheinungsbild Ihrer Schulen verantwortlich und bestimmen, wie sich die Schule nach außen präsentiert. Dafür sind viel Ideenreichtum und auch eine glückliche Hand gefragt.“

Um die neuen Schulleiter besser kennenzulernen, stellte im Anschluss die stellvertretende Schulamtsdirektorin Karina Kräußlein-Leib die jeweiligen Lehrkräfte und ihre beruflichen Laufbahnen vor. „Da ich die neuen Schulleiter schon lange persönlich kenne, bin ich mit allen auch per Du“, sagte Kräußlein-Leib im Vorfeld. So studierte beispielsweise Tanja Parys in Bamberg und war neben verschiedenen Schulen im Coburger Land auch als Schulpsychologin aktiv. Die 37-jährige Coburgerin Katrin Gänslein wurde bereits im Jahr 2013 vorzeitig verbeamtet.

Nicole Dejosez studierte in Köln und war über zwei Jahrzehnte an der Grundschule in Ahorn tätig. Vom Kultusministerium wurde sie für ihren vorbildlichen Einsatz ausgezeichnet. Der Lichtenfelser Stefan Landgraf studierte in Bamberg und ist Lesebeauftragter der Regierung von Oberfranken.

Monika Galla ist mit ihren 34 Jahren die Jüngste im Bunde. Sie schloss ihr Studium in Würzburg ab und ist seit fünf Jahren stellvertretende Schulleiterin der Melchior-Franck-Grundschule. Jürgen Georg Behling ist Personalratsmitglied Coburg Stadt und war viele Jahre an der Rückertschule aktiv, bevor er im August zum stellvertretenden Schulleiter an der Heiligkreuzschule wurde.

Zum Abschluss wünschte Dörfer seinen neuen Schulleitern viel Spaß für die bevorstehenden Aufgaben und blickte zuversichtlich dem kommenden Schuljahr entgegen. „Sie alle sind verantwortungsbewusste und top motivierte Lehrkräfte, da muss man sich keine Sorgen machen“, so Dörfer. „Ich wünsche Ihnen für die kommenden Wochen und Monate das nötige Fingerspitzengefühl für ihre verantwortungsvollen Aufgaben. Verlieren Sie dabei niemals Ihren Humor und bleiben Sie positiv. Denn nicht der Wind, sondern das Segel setzt die Richtung.“

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