Coburg - Wie gefährlich die derzeit in Umlauf befindlichen Kräutermischungen sind, zeigt ein Fall vom Donnerstagvormittag. In einer Pause rauchten zwei 17 und 18 Jahre alte Berufsschüler am Rand des Schulgeländes am Plattenäcker in Coburg eine selbstgedrehte Zigarette. Wie die Polizei mitteilt, befand sich eine unbekannte Kräutermischung im Tabak. Dem 18-Jährigen wurde bereits nach einem Zug so schlecht, dass er nicht mehr weiter rauchte. Der Jüngere rauchte die Zigarette bis zum Ende. Nach kurzer Zeit konnte er sich nicht einmal mehr im Sitzen aufrecht halten und kippte um. Er übergab sich und wurde bewusstlos. Notarzt und Rettungsdienst versorgten den Schüler. Selbst nach der Einlieferung in das Coburger Klinikum, war er noch nicht wieder ansprechbar. Lebensgefahr bestand nach ersten Informationen jedoch nicht. Wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz hat die Polizeiinspektion jetzt die Ermittlungen gegen die zwei Schüler aufgenommen. Die Polizei rät erneut von dem Konsum derartiger Kräutermischungen ab.
Coburg Notarzteinsatz: Kräutermischung in der Berufsschule geraucht
Redaktion 16.01.2015 - 12:45 Uhr