Coburg - Um für Projekte wie den möglichen Bau einer Tiefgarage unter dem Coburger Schlossplatz Fördergelder zu erhalten, macht der Freistaat Vorgaben. Im Fall des unterirdischen Parkens unter dem Platz zwischen Landestheater und Ehrenburg ist dies unter anderem das Vorhandensein eines städtischen Parkraumkonzeptes. Dessen Zwischenergebnisse präsentierten Harald Spath und Juri Goebel von den beiden durchführenden Büros am Mittwoch im Bau- und Umweltsenat. Im Wesentlichen geht aus der Analyse vorerst hervor, dass die Parkplätze im öffentlichen Raum regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Sie seien durchschnittlich zu Dreiviertel belegt. Zu bestimmten Stoßzeiten, an Freitagen und Samstagen, gebe es in einigen Bereichen sogar Überlastungen. Dann würden ein Viertel mehr Autos abgestellt, als Stellplätze vorhanden seien, sagte Spath. Obwohl die Analyse noch ohne das neue Parkhaus unter dem Albertsplatz erhoben wurde, sieht es beim unterirdischen Parken etwas entspannter aus. Am stärksten frequentiert seien die Parkhäuser Mauer und an der Post, am Samstagvormittag bis zu 90 Prozent. "Alle Coburger Parkhäuser zusammen waren im vergangenen Jahr an nur vier Tagen gänzlich belegt", sagte Spath. Dies sei zum Samba-Festival, zur Winterzaubernacht und zum Schlossplatzfest der Fall gewesen. Auch wurden rund 1300 Menschen nach ihrem Parkverhalten befragt. So wünschen sich zirka 350 Personen günstigere oder sogar mehr kostenlose Parkplätze. Knapp über 200 Personen sind der Meinung, es gibt zu wenig Stellplätze. Nur ein geringer Teil der Befragten war mit dem aktuellen Angebot zu frieden. Auch die Parksituation am Klinikum ist Teil des Konzeptes.