Coburg - 223 Coburger fielen der NS-Vernichtungspolitik zum Opfer, ihrer und vieler Millionen weiterer Opfer wird am 9. November gedacht, dem Jahrestag der Reichsprogromnacht. Ein Dokument, das die Gräueltaten dieser Zeit beschreibt, sind die Akten aus dem Prozess gegen den ehemaligen NSDAP-Oberbürgermeister Franz Schwede aus dem Jahr 1951. Er regierte in der Vestestadt bereits zwei Jahre vor Machtübernahme der Nazis in Deutschland im Jahr 1933, die Mehrheit im Rathaus hatte die NSDAP bereits 1929 übernommen, demokratisch gewählt. Die Akten belegen, wie grausam die Nazis in Coburg schon vor der Reichsprogromnacht 1938 gegen Juden und politische Gegner vorgingen.