Coburg Sechster Anlauf

HSC-Torhüter Jan Kulhanek (links) plagen Wadenprobleme. Sein Einsatz gegen Magdeburg ist fraglich. Konstantin Poltrum, zuletzt in starker Form, ist hingegen fit und bereit für das Duell am Sonntag. Foto: Iris Bilek

Nach fünf Niederlagen in Serie hat der HSC 2000 den ersten Sieg in der 1. Handball-Bundesliga im Visier. Doch Trainer Mráz drohen insgesamt fünf Spieler auszufallen.

Coburg - Der Arbeitstag für die Coburger Handballer war am vergangenen Montag zweigeteilt. Nachdem das Team am frühen Morgen gegen 3.30 Uhr aus Flensburg zurück war, stand nach einigen Stunden Schlaf noch eine Krafteinheit sowie ein kurzes Videostudium an. "Wir haben uns einige Sachen angeschaut, überwiegend Angriffssituationen", berichtet HSC-Trainer Alois Mráz. 13 Schnellangriffe habe seine Mannschaft zugelassen. Ursache dafür sei der eigene Angriff gewesen, der nicht sauber abgeschlossen wurde und somit dem Gegner leichte Tore ermöglichte.

Am Sonntag soll das besser klappen. Gegner der Coburger (20. Platz/0:10 Punkte) in der HUK-Arena ist dann ab 16 Uhr der SC Magdeburg (9./6:4). Das Team von Bennet Wiegert steht bei drei Siegen (in Berlin, zu Hause gegen Göppingen und in Ludwigshafen) sowie zwei Niederlagen (zu Hause gegen den Bergischen HC und Stuttgart).

Nach einem freien Dienstag richtete das Tabellenschlusslicht den Fokus auf den kommenden Gegner. "Wir waren nicht so zufrieden mit unserem Spiel in Flensburg", erklärte Mráz, "Selbstvertrauen in die eigenen Aktionen ist wichtig, damit man mit Überzeugung ins Spiel gehen kann." Diese wird es auch brauchen, um gegen den SCM eine Chance zu haben. Schließlich kommt mit den Handballern aus Sachsen-Anhalt ein Schwergewicht des deutschen Handballs in die Vestestadt. In den vergangenen Jahren war Magdeburg stets im oberen Tabellensegment zu finden. Die jüngsten Platzierungen am jeweiligen Saisonende: Dritter, Dritter, Vierter, Fünfter. "Das ist eine sehr erfahrene Mannschaft", betont Coburgs Trainer.

Schnelle Angriffe

Dennoch ist der Tscheche zuversichtlich, dass es am Sonntag klappen kann mit den ersten Punkten der Saison. "Egal, gegen wen wir spielen, wir brauchen eine gewisse Lockerheit in unserem Spiel." Ein Mittel, um den Gegner am Wochenende in die Enge zu treiben, sind Mráz zufolge die schnellen Angriffe. "Wir wollen mit der zweiten Welle Tempo machen", erklärt er, "Magdeburg nimmt ein, zwei Wechsel vor nach dem Angriff." Diese Phase soll genutzt werden, so der Plan des 42-Jährigen.

Optimismus macht sich breit beim Coburger Übungsleiter angesichts der sehenswerten Leistungen seines Teams in den Vorwochen, mit Ausnahme des Auftritts in Flensburg. "In vielen Spielen haben wir 45, 50 Minuten sehr gute Leistungen gebracht." Ein Faktor, der den Coburgern definitiv nicht helfen kann, sind die Zuschauer. Die Partie findet als Geisterspiel in der HUK-Arena statt. Die Entwicklungen in der Corona-Pandemie lassen es nicht zu, vor Fans zu spielen. "Wir haben uns sehr gefreut, dass wir vor 1000 Leuten spielen konnten. Dieses Mal werden uns die Zuschauer leider nicht helfen können", bedauert Mráz.

Dennoch geht der HSC motiviert in die sechste Begegnung der Saison. Allerdings gibt es personell einige Fragezeichen im Team. Christoph Neuhold und Jan Kulhanek plagen Probleme an der Wade, Max Preller laboriert an einer Verletzung an der Leiste. Ob das Trio auflaufen kann, ist fraglich. Definitiv nicht zur Verfügung stehen die langzeitverletzten Jakob Knauer (Schulter-OP) und Dino Mustafic (Hand-OP).

HSC 2000 Coburg (Aufgebot): Jan Kulhanek (?), Konstantin Poltrum, Fabian Apfel - Felix Sproß, Justin Kurch, Paul Schikora, Max Preller (?), Pouya Norouzi Nezhad, Stepan Zeman, Andreas Schröder, Christoph Neuhold (?), Tobias Varvne, Pontus Zetterman, Florian Billek. - Es fehlen verletzt: Jakob Knauer und Dino Mustafic.

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