Coburg So werden Mädchen für Technik begeistert

Zwölf Schülerinnen schnupperten bei Brose jüngst wieder in technische Berufe. Sie schraubten, löteten und experimentierten dabei in der Coburger Ausbildungswerkstatt.

Die Mädchen im Technik-Camp konnten unter Anleitung auch selbst verschiedene Werkstücke bauen. Foto: privat/privat

„ Passt ein technischer Beruf zu mir? Vielleicht Mechatronikerin, Werkzeugmechanikerin, Fachinformatikerin oder Elektronikerin?“ Antworten auf diese Fragen erhielten jüngst zwölf Mädchen, die bei Brose in der Coburger Ausbilungswerkstatt einmal in diese Berufe hineinschnupperten. Bereits zum 22. Mal fand hier das Technik-Camp für Mädchen statt, in dem Schülerinnen ihre individuellen Fähigkeiten und Interessen auslosten können. Das Team der Ausbildung begleitete sie dabei bei der Erstellung verschiedener Werkstücke, beispielsweise eines Brettspiels.

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„Mädchen können technische Berufe genauso gut wie Jungs, haben aber oftmals mehr Vorbehalte. Diese wollen wir abbauen und sind stolz auf den Beitrag, den wir mit dem Camp leisten“, begründete dann auch Michael Stammberger, Leiter Ausbildung Brose Gruppe, das Engagement des Unternehmens.

Nachwuchs fördern

Das Mädchen für Technik-Camp ist eines von mehreren Formaten zur Berufsorientierung von der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern. Diese wurde vor über 20 Jahren vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) ins Leben gerufen. In sieben thematisch verschiedenen Camp-Formaten engagiert sich die Initiative gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern für die Förderung junger Menschen im Mint-Bereich. Das Mädchen für Technik-Camp hat den Schwerpunkt, Hemmschwellen zu überwinden und Frauen in technischen Berufen zu stärken.

Die bayerischen Metall-und Elektro-Arbeitgeberverbände sind Hauptförderer. Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärt: „Mit den Mädchen für Technik-Camps ermöglichen wir Jugendlichen praxisnahe Berufsorientierung und erste Einblicke in die Welt der M+EIndustrie. So begeistern wir die Schülerinnen frühzeitig für technische Ausbildungsberufe und bringen sie mit den Unternehmen vor Ort als mögliche Arbeitgeber von Morgen zusammen. Damit leisten die Camps einen wertvollen Beitrag zur Arbeitskräfte- und Fachkräftesicherung in der Region.“

Ein Feriencamp mit Mehrwert.

Die Jugendgruppe wurde rund um die Uhr von einem professionellen Betreuungsteam begleitet, das für Spaß und Abwechslung sorgte. Auch in pädagogischer Hinsicht lohnt sich die Teilnahme: „Unsere Camps stärken die Technikkompetenz genauso wie Teamwork, Eigenverantwortung und Kommunikationsfähigkeit“, so Stefanie Plank, Projektleiterin bei Technik – Zukunft in Bayern. Dabei ist die Teilnahme stets kostenlos.

Die Erlebnisse ihrer einzigartigen Camp-Woche präsentierten die Brose-Teilnehmerinnen auf der Abschlussveranstaltung des Mädchen für Technik-Camps einem Publikum, bestehend aus Unternehmensvertretern, Förderern, Eltern und der Presse. Sie blicken nun auf ein einmaliges Ferienerlebnis zurück: „Die Vielseitigkeit des Camps war sehr aufregend, da ich neue Dinge gelernt habe, die ich vorher noch nicht kannte oder ausprobiert habe. Ich kann mir vorstellen, in Zukunft in weitere technische Berufe hineinzuschnuppern.“, sagt etwa die zwölfjährige Tessa.

Weitere Informationen und Pressematerial finden Sie auf www.tezba.de/presse/.