Coburg - Wochentags um acht in Coburg. Am Radständer vor dem Parkhaus Post herrscht bereits großer Andrang. Zwar sind zwischen den bereits abgestellten Rädern noch einige Plätze frei. Weil sowohl die Reifen als auch die Lenker der Zweiräder aber immer größer werden, passt hier nichts mehr rein. Ein Bild, das viele Radler aus der Stadt kennen. "Es gibt einfach viel zu wenig Abstellmöglichkeiten", beklagte sich erst kürzlich ein NP -Leser bei der Redaktion. Und das, darin ist sich der Mann sicher, liege nicht nur daran, dass immer mehr Menschen mit dem Rad unterwegs sind, sondern dass allerorten in der Stadt schrottreife Gefährte die Ständer verstopfen. "Räder, mit denen kein Mensch mehr fährt, die einfach stehen gelassen wurden", so der Leser. Mindestens ein solches Exemplar findet man am Fahrradparkplatz in der Allee vor dem Kino Utopolis. Auch dort ist bereits in den frühen Morgenstunden viel los. Und selbst am Abend steht dort noch eine stattliche Zahl Fahrräder. "Ob die aber wirklich nicht mehr genutzt werden, ist für uns kaum nachvollziehbar", erklärt Kai Holland, der Chef des Ordnungsamtes. Denn so einfach wie man sich das vorstellt, sei das mit dem Entsorgen nicht. Vor ein paar Jahren hätte die Stadt tatsächlich fast eine Klage einer Besitzerin am Hals gehabt, deren schrottreifes Rad von den städtischen Mitarbeitern weggebracht wurde. "Grundsätzlich sieht der Weg so aus, dass ein verlassenes Rad dem Fundbüro übergeben wird", erklärt Holland. Tut sich dann nichts, wird das Rad, sofern noch funktionstüchtig, beim Fahrrad-Verkauf angeboten.
Coburg Stau am Ständer
Steffi Wolf 19.06.2019 - 16:48 Uhr