Frankenblick/Coburg - Der Verein Henneberg-Itzgrund-Franken, der seinen Sitz in der Gemeinde Frankenblick im Landkreis Sonneberg hat, greift die rot-rot-grüne Regierung in Thüringen massiv an. Die Ernestiner-Ausstellung, die derzeit in Weimar und Gotha läuft, vereinnahme die fränkisch geprägte Region südlich des Rennsteigs, ohne auf deren historische Wurzeln Rücksicht zu nehmen. Ihre Geschichte und kulturelle Identität würden "systematisch ignoriert und tabuisiert", obwohl sich der Landstrich "in keinster Weise von den anderen Teilen Frankens in Nordbayern, Nordost-Baden-Württemberg und Ost-Hessen unterscheidet". Dass der Begriff "Südthüringen" seit der Wiedervereinigung "noch wesentlich massiver etabliert wurde, führt die Politik des DDR-Regimes, für welches Franken im Sinne der Selbsterhaltung hinter dem ,antifaschistischen Schutzwall' lag, nicht nur fort, sondern widerspricht jeder Moral und dem urdemokratischen Grundrecht auf Selbstbestimmung". Dies sei "großes Unrecht", wird Sven Schumacher, Mitglied des Vereins aus Suhl-Goldlauter, in einer Pressemitteilung des Vereins vom Montag zitiert.
Coburg Thüringer Franken greifen Regierung an
Von Wolfgang Braunschmidt 14.06.2016 - 00:00 Uhr