Coburg/Sonneberg - Der Verein Henneberg-Itzgrund-Franken hat der rot-rot-grünen Landesregierung in Thüringen ein Ultimatum gestellt. Wenn das Kabinett von Ministerpräsident Bodo Ramelow, Die Linke, bis zum Abend des 30. August nicht auf die Kernforderung des Vereins eingeht - die Anerkennung des Gebiets zwischen Bad Salzungen, Meiningen, Hildburghausen und Sonneberg als fränkischer Teil des Freistaats Thüringen -, werde man ein Verfahren nach Artikel 29 Grundgesetz starten. Dieser regelt die Neugliederung des Bundesgebiets und damit den Zuschnitt der Länder. Dafür schreibt die Verfassung vor, die landsmannschaftliche Verbundenheit, die geschichtlichen und kulturellen Zusammenhänge, die wirtschaftliche Zweckmäßigkeit sowie die Erfordernisse der Raumordnung und der Landesplanung zu berücksichtigen. Dazu bedarf es unter anderem eines Volksentscheids. Den strebt der Verein Henneberg-Itzgrund-Franken, der seinen Sitz in der Gemeinde Frankenblick bei Schalkau im Landkreis Sonneberg hat, an, wenn er weiterhin von der Landesregierung in Erfurt ignoriert wird. Eine Unterschriftensammlung für den Wechsel des heutigen Südthüringen in den Freistaat Bayern ist nicht mehr ausgeschlossen.
Coburg Thüringer haben Franken im Blick
Von Wolfgang Braunschmidt 25.08.2016 - 00:00 Uhr