Coburg - Will man zwei Jahrzehnte Rosenmontagsstimmung in den NP-Räumen zusammenfassen, braucht es mehr als Sekt und Krapfen, Küsschen und Orden. Mit Standspagat und Radschlag zieht alljährliche eine Delegation der Tanzsportgarde Coburger Mohr in die Redaktion ein, zeigt Ausschnitte aus dem Showprogramm und lässt den Schlachtruf ertönen: „Zack, zack, Hurra, die Mohren sind da!“


Es ist eine Tradition, die schon lange besteht. Mindestens zwanzig Jahre, da sind sich die Redakteure der NP einig. „Mindestens 25 Jahre“, erinnert sich Ramona Scholz, die Trainerin. Beim Auftritt der Tanzsportgarde am Rosenmontag im Verlagsgebäude der Neuen Presse im Steinweg einigt man sich: Ein Jubiläum ist es allemal und nach (über) zwei Jahrzehnten begrüßt Volker Friedrich, Mitglied der Redaktionsleitung, die „herausragenden Botschafter der Sportstadt Coburg“ immer noch gerne zu Sekt und Krapfen.


Bundesweit hat die Garde inzwischen weit über 70 Titel gesammelt, erst vor drei Wochen kamen bei den Oberfränkischen Meisterschaften drei weitere dazu. „In allen drei Altersgruppen“, freut sich Trainerin Ramona Scholz.

Bereits mit vier Jahren steigen die meisten Tanzmariechen ein, ältere Quereinsteiger sind eher die Ausnahme. „Zuerst lernen die Mädchen sehr spielerisch. Sie marschieren, hüpfen, schlagen ein Rad“, berichtet Ramona Scholz. Seit seiner Abspaltung von der Narhalla 1988 setzt der Coburger Mohr auf Tradition und hob in diesem Jahr deshalb Gardekönigin Denise auf den Thron. Allerdings ist sie vom Tanz befreit, denn: In gut zwei Monaten kommt ihr Nachwuchs auf die Welt.