Coburg Transporter im Schwebezustand

Weder vor noch zurück: In der Wassergasse strandet ein Kleinlaster zwischen den Unterführungen. Ein Autokran holt ihn raus.

Coburg - Ein nicht alltäglicher und vor allem langwieriger Einsatz erwartete die Beamten der Polizeiinspektion Coburg am Mittwochabend. Ein 45-Jähriger war mit einem Kleintransporter mit Coburger Kennzeichen von der Bundesstraße 4 in die Wassergasse abgebogen. Um von dort weiter in die Innenstadt zu gelangen, musste er zwei Unterführungen passieren, die zum einen die Bundesstraße als auch die Bahntrasse unterqueren. "Für die erste der beiden Unterführungen gilt eine maximale Durchfahrtshöhe von 2,8 Meter", erklärt Stefan Probst, Sprecher der Polizeiinspektion Coburg.

Da der Sprinter allerdings deutlich höher als drei Meter war, streifte er mit seinem Heckaufbau die Decke der Unterführung, gab aber Gas und schaffte es so durch den Tunnel. "Nachdem er bemerkte, dass die Durchfahrtshöhe der zweiten Unterführung aber noch geringer war als die der ersten, stoppte er sein Fahrzeug und blieb zwischen beiden Unterführungen stehen", so Stefan Probst. Quasi auf der Straße gefangen, verständigte er zuerst ein Abschleppunternehmen, das ihn aus seiner misslichen Lage befreien sollte. "Doch auch diese Mitarbeiter sahen keine Möglichkeit, das Fahrzeug aus der Position zwischen den zwei Unterführungen zu entfernen", weiß Stefan Probst.

Die Beamten der Polizeiinspektion Coburg rückten an und forderten eine Spezialfirma aus Kronach an. "Diese kam mit einem Bergungskran, der den Transporter auf die darüber befindliche Bundesstraße hob", erzählt der Polizeisprecher. Für die aufwendige Aktion musste die Bundesstraße im Coburger Stadtgebiet von 22.30 Uhr bis 1.30 Uhr komplett gesperrt werden. Am Kleintransporter entstand laut Polizei ein Schaden von 3000 Euro, weil er am Dach beschädigt und die Dachholme des Fahrzeuges leicht nach außen gedrückt wurden. Die Unterführung blieb bis auf die Kratzer an der Decke unbeschädigt. "Der verantwortliche Fahrzeugführer wurde von den Coburger Polizisten noch an Ort und Stelle verwarnt", erklärt Stefan Probst. Bei dem Fahrer handelte es sich um einen Mann aus der Region. Die Kosten für den aufwendigen Einsatz liegen laut Probst sicher im fünfstelligen Bereich.

Auch wenn die Wassergasse als Unfallschwerpunkt gilt, ein stecken

gebliebenes Fahrzeug in den dortigen Unterführungen ist mehr als selten. "So etwas kennen wir eigentlich nur aus der Callenberger Unterführung", betont der Polizeisprecher.

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