Oberwohlsbach - Nur einen Steinwurf entfernt vom Forsthaus Taimbach liegen Buchen kreuz und quer im Oberwohlsbacher Wald. Mächtige Buchen mit fassdicken Stämmen, einige über 100 Jahre alt - wie ein überdimensionales Baum-Mikado. Dazwischen und daneben wuchern Haselnusssträucher und junge Eschen wie Unkraut. Und das mitten im Staatswald.

Albert Schrenker, Leiter Forstbetrieb Coburg Bayerische Staatsforsten, zeigt sich mit diesem Tohuwabohu ausgesprochen zufrieden. "Wir verzichten auf Einnahmen aus der Holzbewirtschaftung zum Wohle der Natur", sagt er. Welcher Betrag genau verloren geht in dem etwa zehn Hektar großen Waldstück, mag er nicht auflisten: "Jetzt geht es mal nicht nur ums Geld."