Coburg - Laut Markus Reißenberger, Pressesprecher der Polizeiinspektion Coburg, verlief die Veranstaltung bis zum späten Nachmittag „völlig störungsfrei“. Allerdings wurden vier Demonstrationsteilnehmer wegen öffentlichen Aufrufs zu einer Straftat vorübergehend festgenommen. Mehrfach hatten sie skandiert: „Schießt den Burschis in die Hoden, deutsches Blut auf deutschem Boden.“

Im Vergleich zu den Vorjahren konnten die CC-Gegner wesentlich weniger Teilnehmer mobilisieren. „Wir hatten auch schon 300, 400 Demonstranten“, sagte Reißenberger. Am Bahnhofsvorplatz versammelten sich gegen 14 Uhr auch einige Studenten, die offensichtlich eine ganz besondere Attraktion gewittert hatten. „Wir haben gedacht, da kommen ein paar von Femen“, meinte einer und spielte damit auf eine in der Ukraine gegründete Frauengruppe an, die inzwischen mit feministischen Aktionen auch in Deutschland aktiv ist. Sexismus ist einer der Hauptvorwürfe, die dem CC gemacht werden.



Die Frauen von Femen sind dafür bekannt, dass sie gerne mal blank ziehen, um ihren Protest gegen was auch immer mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Da der Protest heuer unter dem Motto „Lieber nackt als Vollwichs“ stand, hatte auch die Polizei mit entsprechenden Aktionen gerechnet. „Da war aber nix“ meinte Reißenberger.