Bad Rodach - Weiß war sie wieder einmal nicht, die Fränkische Weihnacht in Bad Rodach. Doch spätestens als Christkind, Nikolaus und Engelchen in der Abenddämmerung von der Bühne vor dem festlich geschmückten und beleuchteten Rathaus grüßten, war sie da, die besondere Weihnachtsstimmung am 3. Advent in einem malerischen Städtchen im Coburger Land. Für Bürgermeister Tobias Ehrlicher war am Sonntag die Zeit, Danke zu sagen. In seinen Weihnachtsgrüßen würdigte er den Einsatz von Vereinen und Verbänden. "Es ist die Grundlage für ein gedeihliches Miteinander." Die Fränkische Weihnacht sei das beste Beispiel, was alles gelingen könne, wenn alle an einem Strang zögen. Ehrenamtliche seien das Rückgrat der Veranstaltung, die jährlich zahlreiche Besucher nach Bad Rodach lockt.

Auch diesmal hatten viele Menschen den Weg in die Altstadt gefunden. Auf dem Marktplatz und rund um das Jagdschloss drängten sich Besucher aus nah und fern. Sie erwartete ein breit gefächertes Unterhaltungsprogramm und ein kulinarisches Angebot, das kaum einen Wunsch offen ließ. Ob die Weihnachtsshow der Tanzschule Gehde, der Gruß des Bad Rodacher Nachtwächters oder die festlichen Klänge der Bad Rodacher Stadtkapelle - für Augen und Ohren war immer etwas geboten. Und wer eine Auszeit vom quirligen Treiben nehmen wollte, der konnte bei "musikalischen Schmankerln" in der Johanniskirche zur Ruhe kommen.

Große Augen machten Kinder im Jagdschloss. Schließlich empfing sie dort der Nikolaus persönlich. Manchem kleinen Gast stand ein bisschen Angst ins Gesicht geschrieben. Dabei hatte der Mann in Rot mit dem weißen Rauschebart weder Knecht Ruprecht noch eine Rute dabei. Stattdessen verteilte er knackige Äpfel und andere kleine Geschenke.

Als Rahmenprogramm hatte das Heimatmuseum im Jagdschloss geöffnet. Im Jugendzentrum am Schlossplatz gab es verschiedene Angebote für Kinder. In der Gerold-Strobel-Halle sorgten Musik-, Tanz- und Balletteinlagen für Stimmung. An der Stadtmauer wies ein "Weg der Lichter" zu einer lebenden Krippe.