"Jeder, der noch versucht, Kultur anzubieten, ist für mich ein großer Held", betont Antoinetta Bafas. Wie schwer es diesen Helden und Heldinnen gemacht wird, erlebt sie seit dem Frühjahr: "Monate lang wurde an alle Bereiche gedacht, nur nicht an die freie Kulturszene". Was dann kam, bewertet Bafas als unzureichend oder nicht durchdacht. Das erste Programm sah die Erstattung von Betriebsausgaben vor, die bei vielen selbstständigen Künstlern allerdings nicht anfallen, wenn sie nicht arbeiten können. Auch die vom Freistaat bereitgestellte Soforthilfe, die nur bei akuter Existenzbedrohung anstelle von Hartz IV gezahlt wurde, brachte laut Bafas wenig: "Mit 1000 Euro ist nichts getan."