Coburger Grüne: Kurzzeitparkplätze sollen weichen

Die Kurzzeitparkplätze in der Ketschengasse sollen verschwinden. Das fordern die Grünen in einem Sofortprogramm zur Verkehrsberuhigung in der Coburger Innenstadt. Foto: Archiv/Neue Presse

Ziel ist eine verkehrsberuhigte Innenstadt. Dafür legt der Kreisverband ein Sofort-programm vor.

So etwas hat es noch nicht gegeben: Die Coburger Grünen haben in ihrer Jahreshauptversammlung eine farbenfrohe Broschüre als Leitantrag für die politische Arbeit im neuen Jahr verabschiedet. „Eine gewerbefreundlichere, für Fußgängerinnen und Fußgänger sicherere und fahrradfreundlichere Stadt mit mehr Grün und frischerer Luft ist ihr Ziel“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die großen „Parksuchverkehrs-Kreisel“ Coburgs sind in dem Heft bebildert und beschrieben. Die Grünen schlagen Sofortmaßnahmen vor, wie diese Verkehrsströme ohne viel Geld und große Investitionen so gelenkt werden könnten, dass die Innenstadt und ihre Besucher davon profitieren: Ziel seien eine Belebung des Einzelhandels durch eine schönere Atmosphäre in der Innenstadt und eine bessere Nutzung und Auslastung der Innenstadt-Parkhäuser. Bernd Leuthäusser, Mit-Autor des Antrags, zeigte einen Fernsehbeitrag der ARD über die spanische Stadt Pontevedra, die mit ähnlichen Verbesserungen auch skeptische Bürgerinnen und Bürger und Gewerbetreibende überzeugt habe.

Rückertstraße sperren

Das Papier sieht unter anderem vor, die Rückertstraße für den Durchgangsverkehr zu sperren, Kurzzeitparkplätze in der Steingasse, in der Mohrenstraße, in der Webergasse, in der Ketschengasse und am Albertsplatz zu entfernen, die Ketschendorfer Straße am Klinikum stadtauswärts zur Einbahnstraße zu widmen, den Autoverkehr am Marktplatz während der Wochenmärkte abzuschaffen sowie in den Augen der Grünen überflüssige Kurzzeitparkplätze vor der Reithalle, an der Ecke Heiligkreuzstraße/Gerbergasse, an der Ecke Juden-, Weber- und Walkmühlgasse sowie am Gemüsemarkt zu entfernen. Rolf Hollering, bisher Sprecher der Coburger Grünen, sagte, dass es sich hierbei um einen Auftakt für weiterreichende Vorschläge handele, die im Arbeitskreis Mobilität des Kreisverbands ausgearbeitet worden seien. Der als bunte Broschüre gestaltete Leitantrag wurde einstimmig angenommen.

Im Vorstand gab es einige personelle Änderungen: Helena Lakemann bleibt Sprecherin, Petra Wöhner wurde zur zweiten Sprecherin gewählt. Sie löst Rolf Hollering ab, der die Funktion planmäßig abgab. Neu in den Vorstand gewählt wurden Stefanie Rohdenburg und Stefan Schwuchow. Stephy Beck und Karl-Heinz Lipp schieden nach langjährigem Engagement aus dem Vorstand aus.

Helena Lakemann sagte, „ich freue mich darauf, auch im neuen Jahr mit den Mitgliedern in Coburg politisch zu arbeiten und grüne Ideen in der Stadt sicht- und hörbar zu machen!“

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