Wer montags in der Coburger Innenstadt unterwegs ist, dürfte es schon länger bemerkt haben: Immer mehr Läden lassen an diesem Tag ihre Türen zu. Was jahrzehntelang bei Friseuren völlig normal war, weitet sich nun auf andere Branchen aus. Cafés, Optiker, Metzger, Deko-Geschäfte oder Modeläden – zum Wochenstart bleibt das Geschäft geschlossen. „Nach der Corona-Pandemie hat diese Entwicklung an Fahrt aufgenommen“, bestätigt Citymanagerin Andrea Kerby auf Anfrage. Unter den Händlern seien die Montagsschließungen schon länger ein Thema. „Wir haben dazu auch bereits zwei Mal in unserem regelmäßigen Innenstadtdialog gesprochen.“ Dabei sei von Seiten des Citymanagements angeregt worden, die Entscheidungen, am Montag nicht zu öffnen, noch mal zu überdenken. Passiert sei wenig. Ganz im Gegenteil, mittlerweile hätten sich sogar jene, die anfangs die Schließungen kritisiert haben, ebenfalls dazu entschlossen, bedauert sie.