Coburger Land Heimische Störche trotzen dem Winter

Von
In den Itzwiesen Foto: Hans Schönecker/LBV

Auf den Itzwiesen können noch die Paare aus Meschenbach und Scherneck beobachtet werden. Sie sind nicht die einzigen, die sich bislang den Flug in den Süden erspart haben.

Meschenbach/Scherneck - Entlang den Itzwiesen können auch jetzt noch Störche beobachtet werden. Es handelt sich um die Paare aus Meschenbach und Scherneck, die auch schon die letzten Winter im Coburger Land verbracht haben. „Sie haben bereits Übung“, so Hans Schönecker, Storchenbeauftragter im Coburger Land. Aber auch das Weibchen aus Rossach ist noch da, wie Schönecker am Freitag mitteilte. Er konnte das anhand der Beringung feststellen. Das Rossacher Männchen ist dagegen gen Süden gezogen. Gesichtet wurde noch ein weiterer Storch, aber ohne Ring.

Da jetzt keine Brutzeit mehr ist, fühlen sich Adebars laut Schönecker nicht an ihre Reviergrenzen gebunden. Sie halten sich auch im Maintal oder rund um Bad Rodach auf und sogar im Naturschutzgebiet Harrasser Leite in Thüringen. Übernachtet wird nicht unbedingt im eigenen Nest, sondern auch mal wo anders.

Gegen Kälte gewappnet

Gegen Kälte sind Störche durch ihr Federkleid relativ gut geschützt. Schwierig wird es erst dann ,wenn sie keine Nahrung mehr findet, etwa wenn es längere Zeit eine geschlossene Schneedecke gibt. Dann ziehen die verbliebenen Störche entlang der Flüsse gen Süden, wo es wärmer ist.

Die meisten Weißstörche haben das Coburger Land verlassen. Sie sind überwiegend Westzieher, das heißt, sie fliegen meist Richtung Westen den Flüssen entlang in Richtung Bodensee, um dann über die Schweiz oder das Rhonetal an das Mittelmeer zu gelangen, erklärt Schönecker. Sie folgen der Küste und fliegen über Spanien, Portugal nach Gibraltar. Dort sammeln sie sich und fliegen über die Meerenge bei Gibraltar nach Marokko und weiter bis in die Region südlich der Sahara.

In diesem Jahr zählte das Coburger Land 17 Brutpaare und 25 ausgeflogene Jungstörche.

Autor

 

Bilder