Auch aus Lahm traf zunächst die erfreuliche Nachricht bei Hans Schönecker ein, dass drei von vier Jungstörchen um den Horst fliegen. Allerdings wurde kurze Zeit später an der B4 in Richtung Hemmendorf auf einem Acker, unter einer Stromleitung, ein toter Weißstorch gefunden. „Der Laufknochen des einen Beins war gebrochen. Es dürfte sich um einen typischen Anflugtod an die Stromleitung handelt“, meint der LBV-Storchenbeauftragte, der den toten Jungstorch nun an das Coburger Naturkundemuseum zum Präparieren übergeben wird. Traurige Nachrichten erreichten Hans Schönecker auch aus Dörfles-Esbach. Dort wurde ein toter Storch auf dem Dach eines Verbrauchermarktes entdeckt und vom Storchenbeauftragten geborgen. Direkt gegenüber des Supermarktes zieht ein Storchenpaar auf einem Mobilfunkmast drei Jungtiere groß – alle drei Storchenkinder befanden sich bei einer Nachschau durch Hans Schönecker jedoch gesund und unversehrt auf dem Horst. „Vermutlich handelt es sich um einen der Altstörche“, meint Hans Schönecker daher. Gut zwei Stunden beobachtete er den Horst, um sicherzugehen, dass die Jungstörche auch weiterhin gefüttert werden. Kurz nach 22 Uhr gibt es dann Entwarnung: „Ein Altstorch kommt und bringt viel Futter mit. Die Jungen sind so aufgedreht und kräftigen danach weiter bei Flugübungen ihre Muskulatur.“ Da sich die Storchenkids bereits in einem recht fortgeschrittenen Zustand befinden, könne der verbleibende Partner diese auch alle sicher bis zum ersten Ausfliegen füttern und begleiten.