Coburger Linke Joachim Hoppe soll Oberbürgermeister werden

Die Mitglieder des Kreisverbands Coburg haben sich auf einen Spitzenkandidaten für die OB-Wahl 2026 geeinigt.Auch für das Amt des Landrats haben sie eine Kandidatin nominiert.

Joachim Hoppe stellte in seiner Vorstellung deutlich heraus, dass er sich als Oberbürgermeister besonders für gute und ausreichend Kitaplätze einsetzen möchte. Foto: Die Linke

Die Mitglieder der Partei „die Linke“ im Kreisverband Coburg haben auf ihrer Mitgliederversammlung wichtige personelle Entscheidungen getroffen: In geheimer Wahl nominierten sie die Kandidaten für die Ämter des Oberbürgermeisters sowie des Landrats. Das teilte die Partei in einer Pressemitteilung vom Samstag mit.

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Als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters ist Joachim Hoppe gewählt worden. Für die Kandidatur zur Landrätin nominierte die Versammlung Claudia Carl. Beide Kandidaturen seien mit großer Mehrheit der anwesenden Mitglieder bestätigt worden.

Kinderbetreuung, ausreichend Wohnraum und Co.

„Wir freuen uns, mit starken und engagierten Persönlichkeiten in die kommenden Wahlen zu gehen“, erklärt Isabel Wais, stellvertretende Vorsitzende Kreisverbands. „Gerade in diesen politisch bewegten Zeiten ist es wichtig, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und demokratische Teilhabe vor Ort entschieden zu vertreten.“

Joachim Hoppe stellte in seiner Vorstellung deutlich heraus, dass er sich als Oberbürgermeister besonders für gute und ausreichende Kitaplätze, die Stärkung der Coburger Wohnbau für bezahlbaren Wohnraum, eine konsequente Rekommunalisierung öffentlicher Leistungen sowie für gut ausgestattete Schulen – unabhängig von der Schulform – einsetzen wird.

Ein gutes Leben – unabhängig vom Geldbeutel

„Ich will ein Coburg, in dem alle Menschen gut leben können – mit fairen Chancen auf Bildung, Wohnen und Teilhabe, unabhängig vom Geldbeutel. Dafür braucht es eine starke öffentliche Daseinsvorsorge, in kommunaler Hand und mit sozialer Verantwortung“, so Hoppe.

Claudia Carl ist die Kandidatin für das Amt des Landrates. Foto: Die Linke

Auch Claudia Carl, neu in der Partei und mit großer Zustimmung gewählt, stellte klare politische Ziele für den Landkreis vor. Ein besonderer Fokus ihrer Kandidatur liegt auf einer gerechteren Bildungspolitik. Schulen dürften nicht als „Kollektivknäste“ erlebt werden, sondern müssten Lebensräume sein – für alle Schularten, nicht nur für Gymnasien. Claudia Carl fordert demnach mehr Unterstützungspersonal, wie JAZ-Mitarbeiter, um den erzieherischen Anforderungen gerecht zu werden.

Maßnahmen gegen den Klimawandel

Darüber hinaus sprach sie sich für konkrete Maßnahmen gegen den Klimawandel im Landkreis aus: den Ausbau sicherer Radwege, eine vollständige Umstellung der ÖPNV-Flotte auf Elektromobilität, ein besseres Rufbus-System und mehr Ladesäulen in Stadt und Land.

Auch gesellschaftspolitisch zeigte Claudia Carl klare Haltung: „Wir wollen keinen Mangel verwalten, sondern verändern. Das jährliche Kaiserreichs-Cosplay (Anm. d. Red.: gemeint ist damit der Pfingstkongress des Coburger Convents) in Coburg ist ein Relikt vergangener Zeiten – klassistisch, sexistisch, rechts-offen. Es passt nicht in unsere Zeit. Das kann weg.”

Mit diesem Votum gehe die Linke geschlossen und motiviert in den Wahlkampf. „Wir stehen für eine Politik die die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt – konsequent sozial, ökologisch und solidarisch“, so Isabel Wais.