Wo bei anderen die Familienfotos hängen, hat Rainer Krebs einen echten Casimir an die Wand gedübelt. Genauer gesagt ist es ein sogenannter Fürstenbrief. In der mit allerlei kalligrafischem Zierrat verbrämten Urkunde geben Herzog Wilhelm von Sachsen und Herzog Johann Casimir von Sachsen-Coburg ihren Segen dazu, dass 1616 eine kaiserliche Poststation in Coburg eröffnet werden kann. Und schon sind wir an der Stelle, an der es für den pensionierten Handwerksmeister und Berufsschullehrer aus Beiersdorf interessant wird: Rainer Krebs sammelt nahezu alles, was mal durch die Hände der Post gegangen ist.