Coburger Negativserie hält an HSC 2000 kassiert die zehnte Niederlage

Auch beim Bergischen HC geht Aufsteiger Coburg in der Handball-Bundesliga leer aus. Das Team von Alois Mraz muss sich trotz erneut kämpferisch guter Leistung mit 24:28 (12:13) geschlagen geben.

Solingen - Aufsteiger HSC 2000 Coburg hat auch sein zehntes Saisonspiel in der Handball-Bundesliga verloren. Trotz einer erneut kämpferisch guten Leistung und einem erneut glänzenden Konstantin Poltrum im Tor gelang es den Gästen auch in Solingen nicht, ein erstes Erfolgserlebnis zu feiern. Die Vestestädter lagen in der Anfangsviertelstunde gegen den Bergischen HC in Führung, doch dann kamen die „Löwen“ immer besser ins Spiel, erhöhten zunehmend den Druck und siegten verdient mit 28:24 (14:13).

Nervöser Beginn

HSC-Trainer Alois Mraz schickte Poltrum im Tor, dazu Schröder, Varvne, Zetterman, Zeman, Neuzugang Grozdanic und Billek als Startformation auf die Platte. Nach beiderseitig nervösem Beginn fanden die Gäste als erste besser ins Spiel. und gingen, nach einer ersten Parade von Torwart Konstantin Poltrum, durch zwei Treffer von Kapitän Andreas Schröder mit 2:0 in Führung. Danach bekam Stepan Zeman eine 2-Minuten-Strafe nach Foul an Gutbrod. HSC-Coach Alois Mraz nahm den Keeper heraus, was Arnessen in der 7. Minute ins leere Coburger Tor zum 1:2-Anschlusstreffer nutzte. Zettermann und Varvne erhöhten auf 4:2 für den HSC. Mit einem weiter glänzend parierenden Poltrum als Rückhalt zogen die Gäste auf drei Tore davon (3:6, 12.). Nach 13 Minuten kassierte Zeman bereits seine zweite 2-Minuten-Strafe, was Darj mit dem 5:6 bestrafte, doch Pontus Zetterman konterte in Coburger Unterzahl mit dem 5:7.

Ausgleich des BHC

Durch Nikolaisen und Darj glichen die Gastgeber aus, woraufhin Mraz eine erste Auszeit nahm. Mit Zeman und Nenadic im Coburger Innenblock und Pouya auf der Spielmacher-Position ging es weiter, Fabian Gutbrod brachte die Gastgeber erstmals in Führung (8:7, 17.), kassierten aber postwendend das 8:8 und Gutbrods nächsten Versuch parierte Poltrum, zu diesem Zeitpunkt mit überragenden 60 Prozent gehaltener Bälle. Es folgte eine längere Phase ohne Torerfolg. Nachdem Florian Billek an HC-Keeper Mrkva gescheitert war, brachte Schmidt die „Löwen“ wieder in Führung, doch Varvne warf das 9:9.

Offener Schlagabtausch

Die Partie blieb ausgeglichen. Fraatz und Stutzke auf BHC-Seite, Zetterman und Sproß auf HSC-Seite fanden das Ziel (11:11, 26.). Auch BHC-Keeper Mrkva lief nach und nach zur Glanzform auf. Nach Pouyas schönem Hüftwurf zum 12:12 nahm 20 Sekunden vor der Halbzeit auch Gastgeber-Coach Sebastian Hinze noch eine Auszeit. Die taktische Maßnahme gelang, Babak sorgte für die 13:12-Führung der Bergischen zur Pause.

Einen Auftakt nach Maß hatte Coburg in die 2. Halbzeit. Poltrum parierte einen Siebenmeter von Gunnarsson, es war bereits sein zwölfter gehaltener Strafwurf in dieser Saison, wonach Christoph Neuhold zum 12:12 ausgleichen konnte. HSC-Coach Mraz wechselte Nenadic für den mit einer Wadenverletzung angeschlagenen Kapitän Schröder ein, der BHC ging mit zwei Toren in Führung (15:13; 16:14, 36.), wobei Majdzinski als Schütze glänzte. Justin Kurch verkürzte für den HSC auf 16:17. In Unterzahl erhöhten die Gastgeber durch Gutbrod auf 18:16, Sproß scheiterte anschließend an Tomas Mrkva.

Billek per Gegenstoß

Jan Kulhanek löste nun bei Coburg Poltrum im Tor ab. Billek brachte mit einem schönen Gegenstoß die Vestestädter wieder auf ein Tor heran (18:17, 40.). Eine erneute Überzahl nutzte das Solinger und Wuppertaler Team zur erneuten Drei-Tore-Führung, da Fraatz Poltrum mit seinem Siebenmeter diesmal keine Chance ließ (21:18, 44.). Erneut war Majdzinski für den BHC erfolgreich, während die Gäste bei überhasteten Abschlüssen Fahrkarten schossen. Bei einem Vier-Tore-Rückstand (18:22) versuchte Alois Mraz in einer weiteren Auszeit sein Team noch einmal auf Kurs zu bringen, doch wieder ließ es in der Schlussphase nach. BHC-Akteur Boomhouwer musste nach einem Foul für zwei Minuten auf die Bank, Grozdanic verwandelte auch seinen insgesamt fünften Siebenmeter – nach vier bei der Premiere gegen die Füchse Berlin – für seinen neuen Club (22:19, 49.), doch das Hinze-Team zeigte sich unbeeindruckt. Bei 24:19 zehn Minuten vor Schluss war die Messe weitgehend gelesen. Zwar kam Coburg noch einmal auf drei Treffer heran (24:21), doch mehr war nicht mehr drin.

Statistik

Bergischer HC: Christopher Rudeck, Tomas Mrkva (1/16 Paraden) – Max Darj (4), Arnor Thor Gunnarsson, Maciej Majdzinski (5), Yannick Fraatz (2/1), Tomas Babak (1), Sebastian Damm, Fabian Gutbrod (6), Linus Arnesson (3), Tom Bergner, Tom Kare Nikolaisen (1), Jeffrey Boomhouwer, Lukas Stutzke (2), David Schmidt (3). – Trainer: Sebastian Hinze.

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek (1 Parade), Konstantin Poltrum (8 Paraden) – Pouya Norouzi Nezhad (1), Felix Sproß (1), Drasko Nenadic, Florian Billek (1), Pontus Zetterman (4), Tobias Varvne (7), Paul Schikora, Justin Kurch (2), Stepan Zeman (2), Milos Grozdanic (3/1), Andreas Schröder (2), Christoph Neuhold (1). – Trainer: Alois Mraz.

Schiedsrichter: Julian Fedtke/Niels Wienrich (Berlin).

Spielfilm: 0:1, 0:2, 1:2, 1:3, 1:4 (9.), 2:4, 3:4, 3:5, 3:6 (12.), 4:6, 5:6, 5:7, 6:7, 7:7 (16.), 8:7, 8:8, 9:8, 9:9, 10:9, 10:10 (25.), 11:10, 11:11, 12:11, 12:12, 13:12 (Halbzeit), 13:13, 14:13, 15:13, 15:14 (36.), 16:14, 16:15 (38.), 17:15, 17:16 (39.), 18:16, 18:17 (41.), 19:17, 19:18 (42.), 20:18, 21:18, 22:18, 22:19 (49.), 23:19, 24:19 (51.), 24:20, 24:21, 25:21, 25:22 (55.), 26:22, 27:22 (56.), 27:23 (57.), 28:23, 28:24 (Ende).

 

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