Coburger Stadtrat Grüne fordern Katzenverordnung

Laut Stadtratsfraktion gibt es auch in Coburg zu viele streunende Samtpfoten, die sich unkontrolliert vermehren. Damit soll nun Schluss sein.

Grüne fordern Katzenverordnung Foto: picture alliance/dpa/PA Wire/Yui Mok

Alle Jahre wieder kommt es in den Tierheimen zu regelrechten Katzenschwemmen. Auch in Coburg. Um dies künftig einzudämmen, stellt nun die Coburger Stadtratsfraktion der Grünen einen Antrag im Gremium. Wie es darin heißt, soll die Verwaltung beauftragt werden, eine Katzenschutzverordnung zu erarbeiten und den zuständigen Beschlussgremien zur Beschlussfassung vorzulegen. „Aus tierrechtlichen und wirtschaftlichen Gründen ist eine Eindämmung der unkontrollierten Vermehrung von frei laufenden und frei lebenden Katzen durch eine Katzenschutzverordnung und damit verbundenen Kastrationspflicht dringend geboten“, heißt es darin weiter.

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Eine dann kontrollierte Vermehrung entlaste erwiesenermaßen die städtischen Tierheime sowohl finanziell (und somit die Stadt Coburg selbst), als auch personell und räumlich. „Außerdem trägt eine Katzenschutzverordnung dazu bei, die Vermittlungsquote von herrenlosen Katzen im Tierheim zu erhöhen, da die Anzahl dieser verringert wird.“ Katzen, die bereits im Tierheim seien, müssten ebenso kastriert werden wie streunende Katzen, um die Population einzudämmen.

Laut dem Deutschen Tierschutzbund leben in Deutschland etwa zwei Millionen Streunerkatzen, die sich rasant vermehren, ein oft jämmerliches Dasein führen und am Ende die Kommunen und Gemeinden erheblich finanziell und strukturell belasten.