Wie kann ein leerstehendes Kühlhaus der Dorfgemeinschaft in Arnstein nutzen? Seit mehreren Monaten begleitet CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner das Projekt, um das sich vor allem auch Studierende aus Coburg bemühren.
Wie lässt sich ein Gemeinschaftshaus herrichten ohne zu viel Geld zu investieren? Diese Frage haben die Arnsteiner an die Hochschule Coburg gerichtet.
Wie kann ein leerstehendes Kühlhaus der Dorfgemeinschaft in Arnstein nutzen? Seit mehreren Monaten begleitet CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner das Projekt, um das sich vor allem auch Studierende aus Coburg bemühren.
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Das Vorhaben, das ehemalige Kühlhaus in einen Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft und ein neues Zuhause für die Gartenfreunde Arnstein zu verwandeln, ist das Ziel des Projekts. Gemeinsam mit Bürgermeister Michael Zapf (GUB), der das Projekt von Anfang an unterstützt hat, und 2. Bürgermeister Mathias Müller (CSU), der die Präsentation der Studierenden in Coburg persönlich begleitete, sowie den Vertreterinnen der Gartenfreunde Arnstein – allen voran 1. Vorsitzende Lena Betz und 3. Vorsitzende und Schatzmeisterin Marianne Scheumann – wurde nun ein wichtiger Meilenstein erreicht:
In einem Studienprojekt der Hochschule Coburg haben Studierende unter der Leitung von Mario Tvrtković (Professur für Städtebau und Entwerfen) konkrete Gestaltungsideen und Modellprojekte für die künftige Nutzung des Gebäudes entwickelt, berichtet die Presseabteilung des Wahlbüros von Emmi Zeulner.
Das „Milchhäusla“ in Arnstein diente früher als Sammelstelle für die Milch des Dorfes, bevor diese weitertransportiert wurde. Das Projekt setzt sich nun zum Ziel, dass das zentral gelegene und seit Jahren leerstehende Kühlhaus zu einem neuen Mittelpunkt des Dorflebens werden soll. Neben der Nutzung durch die Gartenfreunde könnte auch der benachbarte Kindergarten profitieren.
„Gerade in Zeiten knapper kommunaler Haushalte müssen wir kreative Lösungen finden, um den ländlichen Raum zu stärken. Die Wiederbelebung des Kühlhauses wäre ein starkes Zeichen dafür, wie mit Engagement und innovativen Ansätzen bestehende Strukturen sinnvoll erhalten und weiterentwickelt werden können“, erklärt Emmi Zeulner.
Im Rahme einer Stegreifaufgabe haben Studierende der Hochschule Coburg nun verschiedene Lösungsvorschläge für das Arnsteiner Kühlhaus entwickelt. Ziel war es, eine kostengünstige und nachhaltige Nachnutzung zu entwerfen, die die bestehende Bausubstanz ressourcenschonend erhält. Die Entwürfe wurden nun intern an der Hochschule präsentiert – mit beeindruckenden Ergebnissen.
Ein Barfußpfad, ein Hühner- und Hasenstall, eine Schattenterrasse mit rankenden Pflanzen, Hochbeete mit Gemüse und Kräutern sowie ein kleiner Treffpunkt mit Einkaufsmöglichkeiten nach dem Motto „Kaafen und Waafen“. Auch Photovoltaikanlagen zur Eigenstromversorgung und Konzepte zur Regenwassernutzung wurden in einigen Entwürfen mitgedacht. Alle Vorschläge griffen den Gedanken auf, das alte Milchhäusla als Ort des Austauschs, der Begegnung und des gemeinschaftlichen Miteinanders zu nutzen.
Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Coburg soll auch im kommenden Semester fortgesetzt und vertieft werden. Geplant ist ein weiteres Studienprojekt in Kooperation mit der Professur für Bauerhalt und traditionelle Werktechniken. Ziel ist es, gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft, in Aufbau auf die entwickelten Entwürfe zum Umbau Lösungen zu entwickeln, die nicht nur architektonisch überzeugen, sondern sich auch realistisch umsetzen lassen. Im Oktober 2025 sollen die Ideen der Studierenden bei einem nächsten Vor-Ort-Termin vorgestellt und die drei überzeugendsten Entwürfe prämiert werden.