Coburger Wohnbau Heizungen werden abgestellt

red
Die Wohnbau stellt demnächst alle ihre Heizungen auf null. Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn/Christin Klose

Rund 2800 Einheiten im Stadtgebiet sind betroffen. Erst wenn die Raumtemperaturen auf unter 18 Grad zu fallen drohen, soll sich das wieder ändern.

Die Wohnbau Stadt Coburg (WSCO) als größter Wohnungsvermieter in Coburg sieht kurzfristigen Handlungsbedarf im Energiebereich. In den kommenden Tagen werden deshalb „alle Gasheizungen zentral und temporär bis voraussichtlich September abgestellt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Dies erfolge einerseits, um Energie zu sparen. Andererseits aber auch aus Klimaschutzgründen.

Wann konkret die Heizungen wieder anlaufen werden, lasse sich derzeit nicht sagen. „Wir müssen darauf reagieren, wenn absehbar ist, dass es wieder kälter wird“, sagt WSCO-Sprecherin Anette Vogel auf Nachfrage unserer Zeitung. „Mitte September könnte das so sein. Ab einer gewissen Temperatur sind wir schon rein rechtlich verpflichtet, die Heizungen wieder hochzufahren“, so Vogel.

91 Prozent des WSCO-Gebäudebestandes werden mit Erdgas beheizt. Rund 2800 Wohneinheiten sind mit Gasheizungen ausgestattet und damit von der Maßnahme betroffen. „Wichtig ist uns zu betonen, dass niemand frieren muss“, betont Ullrich Pfuhlmann, technischer Leiter bei der WSCO. Selbst wenn die Heizungen ausgestellt seien, falle die Rauminnentemperatur im Raum nur sehr gering – vor allem auch im Hinblick auf die erwartbaren hohen Außentemperaturen. Gesetzlich vorgegeben seien Mindesttemperaturen, die nicht unterschritten werden dürfen. „Die Heizungsanlagen werden wieder in Betrieb genommen, wenn die Innentemperatur der Wohnräume auf 18 Grad sinkt und in den nächsten ein bis zwei Tagen nicht mit dem Sollwert von 20 Grad gerechnet werden kann“, heißt es hierzu.

„Wichtig ist: Auch die Warmwasserversorgung ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet“, betont Vogel. „Es wird dabei auch keinerlei Einschränkungen beim Duschen oder Baden geben.“ Die WSCO wird ihre Mieter über Aushänge in ihren Häusern kurzfristig informieren.

 

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