Lang muss man nicht überlegen, um herauszufinden, warum der Platz vor dem Haus Ketschengasse 40 Säumarkt genannt wird. Bis 1939 wurden dort jeden Samstag Ferkel verkauft – im Volksmund „Säula“ genannt. Viehhändler und Bauern brachten die Jungtiere bereits in den frühen Morgenstunden nach Coburg, denn bevor das Borstenvieh den Besitzer wechseln durfte, musste es erst tierärztlich untersucht werden. Das geschah vor dem Ketschentor. Einlass erhielt nur derjenige, dessen Quiecker quicklebendig waren.