Der neue Jahrbuch-Band der Coburger Landesstiftung bündelt aktuelle Forschungen zu der unrühmlichen Rolle, die Coburg beim Aufstieg und der Herrschaft des Nationalsozialismus spielte. Neben einer Einführung in die örtliche Entwicklung von 1918 bis 1945 finden sich Spezialbeiträge, etwa zu dem in Coburg veranstalteten „Dritten Deutschen Tag“ 1922 oder zu einflussreichen Persönlichkeiten. Betrachtet werden unter anderem „Hitlers Herzog“, Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha, sowie der Architekt Reinhard Claaßen, der die Entwürfe für die geplante städtebauliche Umwandlung Coburgs zu einer nationalsozialistischen Kultstätte maßgeblich verantwortete. Daneben bietet der Band weitere Einblicke in aktuelle Forschungen zur Geschichte des Coburger Landes und seinen reichen Sammlungen.