Corona im Raum Coburg Deutschlandweites Sorgenkind

 Foto: CDC

Während sich die pandemische Lage insgesamt zu entspannen scheint in der Bundesrepublik, liegt der Raum Coburg an der Spitze des Inzidenztableaus.

Coburg - Derweil sich die Lage an der Corona-Front insgesamt zu entspannen scheint in Deutschland, zeichnet sich im Raum Coburg ein anderes Bild ab: So ist die Sieben-Tage-Indizenz in der Stadt von einem eh schon hohen Niveau aus der Vorwoche ausgehend (214,3) nochmals deutlich angestiegen. Ein Wert von 255,6 bedeutet unter sämtlichen Landkreisen und kreisfreien Städten der Bundesrepublik Platz sieben. Für den Landkreis stimmt indes wenigstens die Tendenz hoffnungsvoll. Dort sank die Inzidenz im Wochenvergleich leicht von 275,5 auf 265,1 – Rang vier von 412. Zur Einordnung: Deutschlandweit beträgt der Wert 119,1.

„Der Grund, warum wir aktuell so hohe Inzidenzen haben, liegt sicherlich an der britischen Variante, die hier viel später angekommen ist als anderswo und die wir jetzt fast nur noch haben“, so Dr. Roswitha Gradl, Leiterin des Gesundheitsamtes Coburg, zum aktuellen Infektionsgeschehen „Dadurch haben wir das Phänomen, dass oft ganze Hausstände und Familien am gleichen Tag positiv getestet werden. Das war mit dem Wildtyp nicht so.“ Ausbrüche gebe es derzeit aber nicht nur dort, sondern auch in Einrichtungen wie dem Medical Park in Bad Rodach und dem Behindertenwohnheim in Seßlach. Zuletzt führten hiesige Politiker zudem eine Unterversorgung mit Impfstoff ins Feld, um die (abermals) hohen Inzidenzen im Raum Coburg zu erklären. Was Hoffnung macht: Am Montag verzeichneten Stadt und Landkreis jeweils nur drei Neuinfektionen.

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