Corona in Coburg Massenausbruch auf Klassenfahrt

Mittlerweile ist laut dem Schulleiter etwa ein Drittel der Achtklässler von dem Ausbruch im Zillertal betroffen. Foto: Marcus Brandt/dpa

Mehrere Fälle von Sars-CoV-2 setzen der Sommersportwoche der achten Jahrgangsstufe des Ernestinums ein vorzeitiges Ende. Die infizierten Schüler müssen von ihren Eltern aus Österreich abgeholt werden.

Ein Corona-Ausbruch hat der Klassenfahrt einer kompletten Jahrgangsstufe des Gymnasiums Ernestinum ein jähes Ende gesetzt. Nach Anreise ins österreichische Gerlos im Zillertal am Montag vergangener Woche traten unter den Achtklässlern am Donnerstag die ersten durch Selbsttests bestätigten symptomatischen Fälle von Sars-CoV-2 auf. Bis zum Abend waren es unter den gut 90 Schülerinnen und Schülern, die von acht Lehrkräften begleitet wurden, acht an der Zahl. „Am späteren Abend haben wir dann entschieden, dass wir die Fahrt so schnell wie möglich abbrechen, um die Risiken für alle zu minimieren“, wie Schulleiter Bernd Jakob auf Anfrage der Neuen Presse berichtet.

Am Freitag, also einen Tag vor dem ursprünglich geplanten Ende der sogenannten Sommersportwoche, ging es für die vier Klassen per Bus zurück ins knapp 450 Kilometer entfernte Coburg. Die offenbar infizierten Schüler mussten von ihren Eltern aus dem Zillertal abgeholt werden, Fahrzeit aus der Vestestadt: an die neun Stunden. Laut Schulleiter Jakob sei dieses Szenario jedoch bereits im Vorfeld kommuniziert worden. Mittlerweile sei etwa ein Drittel des Jahrgangs von dem Ausbruch in Österreich betroffen.

Aus diesem Grund wird am Ernestinum der Unterricht der achten Klassen mindestens bis einschließlich Dienstag auf Distanz stattfinden. Dazu empfiehlt der Schulleiter in einem Schreiben an die Eltern, das unserer Zeitung vorliegt, unter anderem bis Ende der Woche das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nach der anvisierten Rückkehr in die Klassenzimmer am Mittwoch. Ob die Erfahrung Konsequenzen nach sich ziehen wird mit Blick auf weitere geplante Schulfahrten? „Natürlich muss man das jetzt auswerten“, sagt Bernd Jakob, man befinde sich in Gesprächen. „Wir sind aber noch weit entfernt von einer Entscheidung.“

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