Corona in den Haßbergen Digitaler Nachweis auch in der Region

Bewohner des Landkreises Haßberge sollen ab sofort auch den digitalen Impfnachweis in der Corona-Warn-App oder in der CovPass-App nutzen können. Foto: dpa/Oliver Berg

Zum Ende der Woche verzeichnet das Landratsamt Haßberge lediglich drei Neuinfektionen. Auch der Inzidenzwert liegt weiter im niedrigen Bereich. Änderungen gibt es bei den Schnelltest-Stationen sowie dem Impfnachweis.

Kreis Haßberge - Das Gesundheitsamt Haßberge meldet am Freitag, 11. Juni, drei Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle beläuft sich auf 4056, Stand 11. Juni, 11.30 Uhr. 3935 Bürger sind inzwischen wieder genesen. Aktuell infiziert sind 34 Personen, drei Corona-Patienten werden stationär in Kliniken behandelt, aber niemand intensiv. In häuslicher Isolation befinden sich 80 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut bei 23,7, Stand 11. Juni 0.00 Uhr.

Fast alle Neuinfektionen sind derzeit auf die Variante Alpha (britische Variante) zurückzuführen, von der mittlerweile 1218 Fälle bestätigt wurden. Die Variante Beta (Südafrika) wurde bisher sieben Mal nachgewiesen, die Variante Gamma (Brasilien) ein Mal. Bei 41 weiteren Verdachtsfällen steht das Ergebnis noch aus.

Bei den Schnelltest-Möglichkeiten im Landkreis ergeben sich zudem weitere Änderungen: Ebelsbach, Änderung ab 12. Juni, Grundschule (Gymnastikhalle), Montag, 17 bis 19 Uhr, Samstag von 10 Uhr bis 12 Uhr; Stettfeld: Änderung ab 16. Juni, Pfarrheim, Mittwoch 17 bis 19 Uhr; Wonfurt, Änderung ab Dienstag, 15. Juni, befindet sich die Teststation im ehemaligen Verkaufsraum der Autoverwertung Schuck, Altachweg 8.; Zeil am Main, Turnhalle Mittelschule (ehemaliges Hallenbad), Dienstag und Donnerstag von 15 Uhr bis 19 Uhr und Samstag, von 13 Uhr bis 16 Uhr. Ab Donnerstag, 10. Juni, ändern sich die Öffnungszeiten in Zeil am Main wie folgt: Dienstag und Donnerstag von 17 Uhr bis 19 Uhr, Samstag von 14 Uhr bis 16 Uhr.

Ab sofort haben Bürger, die aktuell in den Impfzentren Hofheim und Zeil geimpft werden, die Möglichkeit, sich das Dokument für einen digitalen Impfnachweis ausstellen zu lassen. Der Impfling bekommt nach der ersten und zweiten Impfung einen Ausdruck ausgehändigt, auf dem ein QR-Code aufgedruckt ist. Dieser QR-Code kann dann in der Corona-Warn-App oder in der CovPass-App eingelesen und abgespeichert werden. Die Corona-Warn-App hat mit dem Update auf Version 2.3.2 eine Funktion erhalten, um dort das Impfzertifikat zu hinterlegen. Alternativ wird durch das Bundesministerium für Gesundheit die CovPass-App entwickelt, die ausschließlich dazu dient, Impfnachweise, Testergebnisse oder Genesenenzertifikate zu speichern. Diese App soll zeitnah für Android- und iOS-Geräte erscheinen, der genaue Termin ist bislang nicht bekannt. Für Menschen, die bereits vor Einführung des digitalen Impfnachweises ihre Zweitimpfung erhalten haben, arbeitet das Ministerium aktuell an einer technischen Lösung für BayIMCO, die es erlaubt, online und per Telefon die digitalen Zertifikate (per Post oder Email) zu erhalten. Das Verfahren ist in Programmierung und soll bis spätestens Mitte Juli abgeschlossen sein. Über den genauen Termin wird das Landratsamt Haßberge laut aktueller Pressemeldung rechtzeitig informieren. Bis dahin bittet das Impfzentrum um Geduld. Die Impfzentren selbst können den digitalen Impfnachweis nicht rückwirkend ausstellen. Die QR-Codes kommen von einer Druckerei und werden per Post zugesendet.

Damit der Impfnachweis später auch über die Impfplattform BayIMCO unkompliziert abgewickelt werden kann, sollte der Account nach der Zweitimpfung im Impfzentrum nicht gelöscht werden. Für bereits vollständig Geimpfte, die keinen Account mehr besitzen, arbeitet das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege an einer digitalen Lösung, damit auch sie einen digitalen Impfnachweis erhalten können.

Wer künftig geimpft wird, erhält das Dokument mit dem QR-Code zum digitalen Impfpass direkt vor Ort. Um den digitalen Impfpass verwenden zu können, muss dieser überprüft werden können, hierzu wird eine gesonderte App entwickelt, die dann beispielsweise von Gastronomen benutzt werden kann. Details bzw. wann diese App zur Verfügung steht, sind jedoch noch nicht bekannt. Insofern kann der digitale Impfpass zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht verwendet werden.

Der digitale Impfnachweis ist lediglich ein ergänzendes Angebot und ist nicht zwingend erforderlich. Der Impfnachweis über das bekannte „gelbe Heft“ ist weiterhin möglich und allein gültig. red

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