Corona in den Haßbergen Neues Schnelltestrum öffnet in Eishalle

Über 600 Tests können in der Eishalle täglich durchgeführt werden, bisher waren in Haßfurt rund 250 Tests am Tag möglich. Sofern mehr Bedarf besteht, kann die Kapazität durch Erweiterung der Öffnungszeiten kurzfristig auf über 1000 Testungen erhöht werden. Foto: /Peter Friedrich

Die Haßfurter Eishalle wird zum Schnelltestzentrum, denn die Nachfrage ist deutlich gestiegen. Am Montag, 12. April, startet der Betrieb.

Kreis Haßberge/Haßfurt - Der Landkreis Haßberge richtet in der Eishalle in Haßfurt ein Corona-Antigen-Schnelltestzentrum ein und erweitert damit noch einmal deutlich seine Testkapazitäten für alle Bürger. Der Betrieb startet am Montag, 12. April. Über 600 Tests können dort täglich durchgeführt werden, bisher waren in Haßfurt rund 250 Tests am Tag möglich. Durch eine neue Struktur des Testzentrums wird es auch bei hohem Testbedarf kaum zu Wartezeiten kommen.

Sofern mehr Bedarf besteht, kann die Kapazität durch Erweiterung der Öffnungszeiten kurzfristig auf über 1000 Testungen erhöht werden. Letzter Testtag im bisherigen Schnelltestzentrum im Vhs-Gebäude in Haßfurt ist Sonntag, 11. April. „Ich bin dankbar, dass wir unseren Bürgern dieses neue Angebot unterbreiten können und uns die Stadt Haßfurt die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt“, so Landrat Wilhelm Schneider.

Um den Aufbau des Schnelltestzentrums hat sich das Technische Hilfswerk (THW) Haßfurt in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der Stadt Haßfurt gekümmert. „Das hat alles reibungslos funktioniert“, bedankt sich der Landrat bei allen Beteiligten. „Mein großer Dank gilt auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Testzentren, die sich tagtäglich für unsere Bürgerinnen und Bürger einsetzen und diesen Service möglich machen.“

Der Landkreis Haßberge hat schon frühzeitig begonnen, kostenlose Schnelltests anzubieten. „Die Nachfrage ist deutlich gestiegen“, weiß Melinda Dorosch, die sich um die Verwaltung der Schnelltestzentren und des Testzentrums in Wonfurt kümmert. Die Antigen-Schnelltest-Strategie soll dazu beitragen, auch symptomlose Virenträger herauszufiltern und den Bürgerinnen und Bürgern Sicherheit beim Umgang mit anderen zu geben. Zeigt der Schnelltest nach etwa 15 bis 20 Minuten ein positives Ergebnis an, wird der Betroffene darüber informiert und zur Bestätigung umgehend zu einem PCR-Test weitergeleitet. Dessen Ergebnis liegt nach spätestens 48 Stunden vor – außer am Wochenende. „Das Tückische am Corona-Virus ist, dass ein Infizierter gerade dann hochansteckend ist, bevor er die ersten Symptome entwickelt. Deshalb ist das Testen so wichtig. Unsere sechs Teststationen in Wonfurt, Haßfurt, Hofheim, Ebern, Eltmann und Maroldsweisach leisten einen sehr wertvollen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie“, betont Landrat Wilhelm Schneider. In Kürze wollen auch einige Städte und Gemeinden im Landkreis, mit Unterstützung des Landratsamtes, dezentrale Teststationen errichten. So kann dem Bürger ein weiteres individuelles Testangebot in den Städten und Gemeinden angeboten werden. Die sechs zentralen Testzentren und die weiteren Teststationen sind Teil des Testkonzeptes des Landkreises Haßberge. Durch diese Zusammenarbeit kann jedem Bürger ein einfaches und unbürokratisches Testangebot unterbreitet werden. Damit ist der Landkreis auch für die am Mittwoch vom Ministerrat beschlossene Testpflicht für den Einzelhandel ab einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 200 gut aufgestellt.

Wer einen PoC-Antigen-Test in einem Schnelltestzentrum durchführen lassen möchte, wird gebeten, dementsprechend eine zusätzliche Wartezeit von 15-20 Minuten für die Testauswertung einzuplanen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Um den Vorgang der Schnelltestung zu beschleunigen, kann die Bescheinigung über das Ergebnis bereits gedruckt und ausgefüllt mitgebracht werden. Das Formular kann auf der Homepage des Landkreise herunter geladen werden unter https://www.hassberge.de/fileadmin/user_up load/Corona/Formular_negativer-Test-Bestaetigung-allgemein.pdf. Ansonsten erhalten Testwillige diesen auch direkt vor Ort.

Testablauf in der Eishalle

Nach einer Anmeldung am Eingang geht es rechts und links jeweils über ein Einbahnstraßen-System ins Stadioninnere und in einen Testraum, wo medizinisches und geschultes Personal den Nasenabstrich abnimmt. Im Wartebereich wird der Proband nach 15 bis 20 Minuten mit seiner Nummer über die Anzeigetafel aufgerufen, sobald das Ergebnis vorliegt. Nach Vorlage eines Ausweises ist ein schriftlicher Befundnachweis möglich. Getestet wird in der Haßfurter Eishalle zunächst von Montag bis Freitag von 13 bis 18 Uhr. Und am Sonntag von 13 bis 16 Uhr. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.

Aktuelle Corona-Zahlen

Das Gesundheitsamt Haßberge meldet am Donnerstag, 8. April, 46 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle auf 2989. Aktuell sind im Landkreis Haßberge 305 Personen infiziert, 28 werden stationär im Krankenhaus behandelt, davon zwei auf der Intensivstation. In häuslicher Isolation befinden sich 504 Personen. Seit Impfstart im Dezember vergangenen Jahres wurden im Landkreis Haßberge insgesamt 10 753 Erstimpfungen und 4770 Zweitimpfungen durchgeführt. Dazu kommen die Impfungen bei den Hausärzten und in den Haßberg-Kliniken. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut am Donnerstag, 8. April, bei 182,5.

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