Corona in den Haßbergen Vorerst keine Lockerungen

Der bayerische Ministerrat hat in seiner Sitzung am 7. April weitere Beschlüsse zur Eindämmung der Pandemie gefasst. Diese sehen keine weiteren Lockerungen vor. Foto: /René Ruprecht

Trotz 36 Neuinfektionen liegt der Inzidenzwert am Mittwoch bei 138,7. Dies liegt darin begründet, dass das Labor Ostersonntag und Montag nicht gearbeitet hat.

Kreis Haßberge - Das Gesundheitsamt Haßberge meldet 36 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle auf 2943, Stand Mittwoch, 7. April, 15 Uhr. Aktuell sind 280 Personen infiziert, 28 werden stationär im Krankenhaus behandelt, davon zwei auf der Intensivstation. 2590 Bürger sind inzwischen wieder genesen. 73 Menschen sind bisher verstorben. In häuslicher Isolation befinden sich aktuell 499 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut bei 138,7, Stand 7. April, 0.00 Uhr. „Der niedrige Inzidenzwert im Vergleich zum Dienstag (190,8) liegt daran, dass wir gestern relativ wenig Fälle hatten“, so Monika Göhr, Pressesprecherin des Landratsamtes. „Das lag daran, dass das Labor am Ostersonntag und Ostermontag nicht gearbeitet hat.“ Der nächste Wert liege wohl wieder höher. Die britische Variante des Coronavirus breitet sich im Landkreis Haßberge ebenfalls weiter aus. Diese Mutation ist für fast alle Neuinfektionen verantwortlich. Von den Ansteckungen sind oft ganze Familien betroffen.

Der bayerische Ministerrat hat in seiner Sitzung am 7. April weitere Beschlüsse zur Eindämmung der Pandemie gefasst. Diese sehen keine weiteren Lockerungen vor. Die ab 12. April geplanten Öffnungsschritte in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von nicht über 100 beziehungsweise 50 in den Bereichen Außengastronomie, Kultur und Sport bleiben weiter bis zum 26. April ausgesetzt. Gleiches gilt für die Modell-Projekte in Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100. Ebenso wird mit den Modell-Projekten in Theater-, Konzert- oder Opernhäusern in Städten oder Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 100 verfahren.

Für den Bereich des Einzelhandels gilt ab dem 12. April: Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Baumärkte und Buchhandlungen werden künftig wieder wie sonstige Geschäfte des Einzelhandels behandelt. Eine Öffnung ist damit nur unter den Bedingungen zulässig, die für den übrigen Einzelhandel gelten.

Für die sonstigen Geschäfte des Einzelhandels gilt Folgendes: Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt unter 50 wird der Einzelhandel – wie bisher – unter Geltung der allgemeinen Schutz- und Hygienekonzepte (vor allem Mindestabstand, Maskenpflicht, ein Kunde je zehn Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter der Verkaufsfläche sowie zusätzlich ein Kunde je 20 Quadratmeter für den 800 Quadratmeter übersteigenden Teil der Verkaufsfläche) geöffnet.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt zwischen 50 und 100 sind nur Terminshopping-Angebote („Click & Meet“ mit vorheriger Terminvereinbarung) mit einem Kunden pro 40 Quadratmetern Verkaufsfläche zusätzlich zu den geltenden Voraussetzungen zulässig.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt zwischen 100 und 200 sind Terminshopping-Angebote („Click & Meet“) zulässig. Dabei gilt zusätzlich die Vorlage eines aktuellen negativen Tests (maximal 48 Stunden alter PCR-Test oder maximal 24 Stunden alter Schnelltest).

Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 200 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt bleibt – wie bisher – die Abholung vorbestellter Waren in Ladengeschäften („Click and Collect“) auch ohne Test zulässig.

Im Bildungsbereich zeigt sich, dass auch Schulen Teil des Pandemiegeschehens sind. Um Schülern sowie Lehrkräfte bestmöglich zu schützen, muss die Teststrategie konsequent umgesetzt und bedarfsgerecht nachjustiert werden: Bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 gilt für Schüler eine zweimal wöchentliche Testpflicht an der Schule als Voraussetzung für eine Teilnahme am Präsenzunterricht. Bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 gilt diese Testpflicht mindestens zweimal wöchentlich. Diese Testpflichten gelten ebenso für Lehrkräfte und das weitere an Schulen tätige Personal.

Fragen rund um das Corona-Virus im Landkreis Haßberge beantworten die Mitarbeiter des Bürgertelefons unter Telefon 09521/27600 sowie die Corona-Hotline der Bayerischen Staatsregierung unter der Telefonnummer 089/122220.

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