Corona-Pandemie Bundeswehr verabschiedet sich aus Kliniken

Am Regiomed-Klinikum Lichtenfels wurden Bundeswehr-Soldaten verabschiedet, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Corona-Pandemie auch in den Krankenhäusern in Coburg, Hildburghausen und Sonneberg unterstützt haben. Foto: /Regiomed

Soldaten haben bei der Bewältigung der Corona-Pandemie in Lichtenfels, Coburg, Sonneberg und Hildburghausen geholfen. Jetzt müssen sie sich anderen Aufgaben widmen.

Bis Montag traf man noch einzelne Bundeswehr-Soldaten auf den Fluren des Regiomed-Klinikums Lichtenfels an. Das heißt: wenn man sie denn als solche erkannt hat. Zumeist in ziviler Kleidung liefen die letzten Vorbereitungen für den Abzug, denn am heutigen Dienstag endet auch für die Kräfte des Volkacher Logistikbataillons der Corona-Einsatz in Lichtenfels. Seit Ende November waren in Spitze 14 Soldaten vor Ort, darunter auch Reservisten. Zum Einsatz kamen sie in der Organisation logistischer Abläufe, an der Pforte und auf den Krankenhaus-Stationen.

Auch an anderen Regiomed-Standorten hat die Bundeswehr unterstützt, so in den Häusern in Coburg, Sonneberg und Hildburghausen. Hier haben sich die Kräfte schon in den vergangenen Wochen nach und nach verabschiedet, um sich wieder anderen Aufgaben zuzuwenden. Mit dem Abzug aus Lichtenfels ziehen sich die letzten Kräfte der Bundeswehr aus den medizinischen Einrichtungen der Region zurück.

Alexander Schmidtke, Hauptgeschäftsführer der Regiomed-Kliniken GmbH, zeigt sich dankbar: „Die Kameradinnen und Kameraden der Bundeswehr waren in den zurückliegenden zwei Jahren immer wieder eine starke Stütze. Zuverlässig haben sie angepackt, wenn Not am Mann war. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Auch in Sonneberg war die Unterstützung eher logistischer Natur: Die Soldaten aus Volkach waren im Dezember und Januar unter anderem bei Patiententransporten und dem Aufbereiten der Betten eingesetzt. Hingegen waren in Coburg bis zu 24 Soldaten in der Notaufnahme sowie der Intensiv- und Corona-Station im Einsatz und damit direkt an der Bewältigung der Corona-Fälle beteiligt. Unterstützung erfuhr auch das Regiomed-Klinikum im besonders betroffenen Landkreis Hildburghausen. Über drei verschiedene Zeiträume, jeweils in den Wintermonaten, waren in der Spitze bis zu 16 Soldaten aus Bad Salzungen vor Ort und halfen im Transportdienst, der Versorgung oder auf den Stationen.

Für das Regiomed-Personal geht der Kampf gegen das Corona-Virus weiter. Die anhaltend hohen Inzidenzen machen sich auch im Klinikbetrieb bemerkbar: „Zum einen behandeln wir zahlreiche Patienten, die an Corona erkrankt sind, wenn auch derzeit zumeist auf Normalstation. Hinzu kommen Patienten, die bei Aufnahme positiv getestet werden, aber eigentlich wegen einer anderen Indikation zu uns kommen. Hier ist der gleiche Aufwand an Isolationsmaßnahmen vonnöten, um ein Weitertragen der Infektion zu vermeiden. Zum anderen verzeichnen wir vermehrt Ausfälle, weil auch eigene Mitarbeiter betroffen sind. Das stellt uns vor einige Herausforderungen, aber insgesamt ist die Situation zu bewältigen“, beschreibt Schmidtke die Situation. rm

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