Luxemburg
In Luxemburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Wochen rückläufig. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei rund 65. Nach wie vor hält das Großherzogtum an etlichen Schutzmaßnahmen fest: So gilt die Maskenpflicht in vielen öffentlichen Bereichen, zum Beispiel in Bussen und Bahnen. Hotels, Gastronomie und Kulturstätten sind geöffnet. Bei der Einreise von Deutschland nach Luxemburg gelten derzeit keine größeren Einschränkungen. Nur Flugreisende müssen einen negativen Corona-Test vorlegen. Impf- oder Genesenen-Nachweise sind ebenfalls zulässig.
Malta
Die Regierung des kleinsten EU-Landes plant in dieser Woche, die Corona-Beschränkungen zu lockern, nachdem die Fallzahlen wieder gesunken waren. In Aussicht steht, dass vollständig Geimpfte ab dem 16. August wieder große Veranstaltungen besuchen können. Wer nach Malta einreist, muss nachweislich durchgeimpft sein, ansonsten droht das Quarantäne-Hotel. Als EU-Impfvorreiter hat das Land bereits 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus immunisiert. Für die Rückreise nach Deutschland ist ein negativer Corona-Test oder ein Nachweis über eine Impfung beziehungsweise Genesung nötig.
Niederlande
Die Niederlande sind kein Hochrisikogebiet mehr, daher ist auch die Quarantänepflicht für Rückkehrer aufgehoben. Seit über drei Wochen gehen die Neuinfektionen stark zurück. Das öffentliche Leben ist nur wenig eingeschränkt. Discos und Nachtclubs sind geschlossen, Festivals untersagt. Gaststätten müssen um Mitternacht schließen. Doch ansonsten sind Museen, Theater, Zoos und Kinos geöffnet, ebenso Restaurants und Geschäfte. Maskenpflicht gilt nur für Busse, Bahnen und Flughäfen. Kann bei Veranstaltungen kein Sicherheitsabstand eingehalten werden, kann von Besuchern ein negatives Testergebnis oder ein Impfnachweis verlangt werden.
Norwegen
Das skandinavische Land, das vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen ist und dessen Corona-Zahlen weiter relativ niedrig sind, hat Deutschland ebenso wie einige andere EU-Länder als grün eingestuft - aus diesen Staaten darf man also wieder einreisen, ohne in Quarantäne zu müssen. Aber aufgepasst: Wer aus einem grünen Land einreist und in einem Land mit strengeren Quarantänebestimmungen zwischenlandet, für den gelten bei der Ankunft in Norwegen die Einreiseregeln für den Ort der Zwischenlandung. Jeder Einreisende mit Ausnahme von Geimpften und Genesenen muss zudem eine Anmeldung ausfüllen und an der Grenze einen Schnelltest machen. Geschäfte und Lokale sind fast überall im Land ohne Einschränkung geöffnet. In Bussen und Bahnen muss man Maske tragen. Neue Lockerungsschritte wurden wegen Sorgen vor der Delta-Variante vorerst aufgeschoben.
Österreich
In der beliebten Urlaubsregion Tirol wurden am Mittwoch teilweise wieder schärfere Regeln eingeführt: Weger hoher Fallzahlen gilt eine FFP2-Maskenpflicht beim Einkaufen und bei Veranstaltungen im Bezirk Lienz - auch bekannt als Osttirol. Die Ausreise aus den Gemeinden Innervillgraten und Oberlienz ist für Nichtgeimpfte nur mit negativem Test möglich. Im Rest des Landes gilt die 3G-Regel: Wer vollständig geimpft, getestet oder genesen ist, kann praktisch alle Angebote ungehindert nutzen. Während im übrigen Österreich in vielen Bereichen die Maskenpflicht gefallen ist, gilt sie in Wien weiter.
Polen
Wer die zehntägige Quarantänepflicht bei Einreise aus dem EU-Ausland umgehen will, muss nachweislich vollständig geimpft sein, genesen oder negativ getestet (nicht älter als 48 Stunden). Hotels, Einkaufszentren, Museen und Kunstgalerien sind unter Hygieneauflagen geöffnet. Restaurants dürfen Gäste bedienen, in Innenräumen aber nur mit 75 Prozent Kapazität. Weil Geimpfte bei Kapazitätsbeschränkungen nicht mitgezählt werden, bekommen sie leichter ein freies Hotelzimmer oder einen freien Tisch. Fitnessstudios und Hallenbäder sind offen. Bei Feiern sind maximal 150 Gäste erlaubt. In Innenräumen sowie in Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht. Die Zahl der Corona-Neuansteckungen binnen 24 Stunden lag nach Angaben des Gesundheitsministeriums zuletzt bei 198, die Delta-Variante ist auch in Polen inzwischen der maßgebliche Infektionstreiber.
Portugal
In dem Urlaubsland ging die Sieben-Tage-Inzidenz binnen einer Woche von 394 auf 340 zurück. Bei Restaurants, Geschäften und anderen Einrichtungen gelten Kapazitätsbeschränkungen. Wer in den Innenraum etwa von Restaurants oder Hotels möchte, muss oft entweder ein Impfzertifikat oder einen negativen Test vorlegen. Bei der Einreise hat jeder, der nicht geimpft oder von Corona genesen ist, ab dem Alter von zwölf Jahren einen negativen Test vorzulegen. Bei der Rückreise aus Portugal, das als Hochinzidenzgebiet eingestuft ist, müssen alle, die nicht geimpft oder genesen sind, in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne. Diese kann nach frühestens fünf Tagen mit einem negativen Test beendet werden.
Rumänien
Deutsche Touristen brauchen in dem südosteuropäischen Land weder Impf- noch Testnachweis und müssen auch nicht in Quarantäne. Die Gastronomie ist uneingeschränkt geöffnet. Im Freien und damit auch an Stränden gelten Abstandspflichten. Ein Mund-Nasen-Schutz muss nur in geschlossenen öffentlichen Räumen getragen werden. Abhängig von der Corona-Inzidenz kann es an einzelnen Orten aber jederzeit zu Einschränkungen kommen, auch zur Beschränkung der Gästezahl in Restaurants. Clubs, Diskotheken, Spielhallen und Bars sind nur für vollständig Geimpfte geöffnet.
Schweden
Nach schwierigen Zeiten 2020 und im Frühjahr 2021 haben die Schweden die Corona-Lage recht gut in den Griff bekommen. Die Corona-Zahlen sind seit Juni niedrig. Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens haben sich in dem Land mit seinem genau beäugten Corona-Sonderweg ohnehin in Grenzen gehalten, zuletzt wurden sie nochmal weiter gelockert. Eine Maskenpflicht gibt es nicht, auch sonst lässt es sich mit den bestehenden Einschränkungen in dem skandinavischen Land ganz gut leben. Wer aus Deutschland oder anderen EU-Ländern kommt, den erwarten bei der Einreise keine größeren Hürden - man muss aber einen maximal 72 Stunden alten negativen Test, eine Impfung oder eine überstandene Infektion vorweisen.
Schweiz
Die Inzidenz ist etwa dreimal so hoch wie in Deutschland. Allerdings hat die Schweiz seit Beginn der Pandemie höhere Infektionszahlen im Gegenzug für weniger Einschränkungen des täglichen Lebens in Kauf genommen. Der Gesundheitsminister schließt weitere Lockerungen in einigen Wochen nicht aus. Womöglich könne die Maskenpflicht bald eingeschränkt werden. Bislang gilt sie in öffentlichen Innenräumen, auch in Bus und Bahn. Zu manchen Veranstaltungen sind nur Geimpfte und Genesene oder negativ Getestete zugelassen. Das europäische Zertifikat wird anerkannt. Flugpassagiere ohne Zertifikat brauchen zur Einreise einen negativen Corona-Test. Auf dem Landweg ist die Einreise ohne Auflagen möglich.
Slowakei
Für ungeimpfte Einreisende gilt eine fast ausnahmslose Quarantänepflicht, von der man sich frühestens nach fünf Tagen freitesten kann. Die Regierung begründet dies mit der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und will damit zugleich die geringe Impfbereitschaft anheben. Auch Geimpfte müssen sich vor der Einreise online registrieren, unabhängig davon, wie sicher das Herkunftsland ist. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie bei Massenveranstaltungen auch im Freien gilt Maskenpflicht. Ab 16. August werden sich Gastwirte und die Organisatoren von Veranstaltungen entscheiden können, ob sie von Gästen und Teilnehmenden einen Impfnachweis verlangen oder wie bisher nur eine bestimmte Anzahl Personen zulassen.
Slowenien
Reisende müssen beim Grenzübertritt nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Ausgenommen sind Kinder unter 15 Jahren und Transitreisende. Die Außengastronomie ist für alle offen, die Innenbereiche von Gaststätten, Kasinos, Discos und Nachtclubs können nur von Geimpften, Genesenen oder Getesteten genutzt werden. Die Ansteckungsquote pro 100 000 Einwohner ist um 70 Prozent höher als in Deutschland.
Spanien
Das beliebteste Urlaubsland ist als Hochrisikogebiet eingestuft. Für die Einreise gilt: Touristen aus Deutschland können ungeimpft und ungetestet ins Land. Eine digitale Reiseanmeldung ist allerdings Pflicht. Bei der Rückkehr nach Deutschland müssen alle, die nicht geimpft oder genesen sind, zehn Tage in Quarantäne, die wiederum frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Test beendet werden kann. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien lag zuletzt bei 215, Tendenz fallend. In einigen Regionen bestehen noch relativ strenge Beschränkungen, wie etwa Sperrstunden und Einschränkungen der Versammlungsfreiheit.
Tschechien
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist gering, doch die Regierung in Prag bleibt aus Sorge vor der Delta-Variante vorsichtig. Wer aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich einreisen will, muss getestet oder seit mindestens 14 Tagen vollständig geimpft sein. Zudem ist vorab ein Online-Meldeformular auszufüllen. In Gaststätten, Kinos, Schwimmbädern und Konzertsälen gilt die 3G-Regel. Beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine FFP2-Maske getragen werden - eine einfache OP-Maske reicht hier nicht. In Tschechien ist mittlerweile fast die Hälfte der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.
Türkei
Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Auch nachweislich Geimpfte und Genesene können einreisen. Bei der Rückreise nach Deutschland muss entweder ein negativer PCR-Test, der Nachweis über eine Genesung oder eine vollständige Impfung vorgelegt werden. Die tägliche Zahl der Neuinfektionen ist in den vergangenen Wochen stark angestiegen. Am Dienstag lag sie in dem Land mit rund 84 Millionen Einwohner bei mehr als 26 000 Fällen. Weitere Ausgangsbeschränkungen sind trotz der hohen Fallzahlen vorerst nicht geplant. Die ansteckendere Delta-Variante ist auch in der Türkei verbreitet, wie viel Prozent diese zurzeit ausmacht, ist aber nicht bekannt.
Ungarn
Auf dem Land- oder Wasserweg können Menschen aus allen Nachbarländern uneingeschränkt einreisen. Mit dem Flugzeug können deutsche Touristen jedoch nur kommen, wenn sie das neue, EU-weit gültige Corona-Zertifikat vorweisen können. Hotelübernachtungen sind uneingeschränkt möglich, ebenso der Besuch der Innenräume von Gaststätten. Auch gilt - abgesehen von Krankenhäusern und Altenheimen - keine Maskenpflicht mehr. Für Großveranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern gelten gesonderte Beschränkungen: Der Zutritt ist nur mit in Ungarn gültiger Impfbescheinigung gestattet. Die Inzidenz beträgt offiziell nur etwa ein Siebtel von jener in Deutschland.