Covid-19 in den Haßbergen Das Schutzkonzept funktioniert

Eine Laborantin in einem Corona-Testzentrum. Foto: Michael Kappeler/dpa/Symbolbild/dpa

Die Haßberg-Kliniken ziehen nach etwas über einem Jahr eine Corona-Bilanz. Diese fällt positiv aus. An den Maßnahmen will man daher festhalten.

Haßfurt/Kreis Haßberge - Seit Beginn der Corona-Pandemie vor fast einem Jahr gilt in den Häusern der Haßberg-Kliniken in Haßfurt und Ebern sowie in den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Haßfurt, Ebern, Eltmann und Hofheim ein ausgefeiltes Schutz- und Hygienekonzept. Die hierfür erforderlichen Strukturen und Prozesse wurden bereits im Frühjahr 2020 eingeführt und werden durch die hauseigene Kriseneinsatzleitung Corona (KLC) laufend an sich ändernde Vorgaben und Regelungen sowie Erfahrungswerte angepasst.

Da es sich bei den Krankenhäusern und MVZ um besonders zu schützende Bereiche handelt, sind hier auch strengere Regelungen zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern erforderlich. Um die Kontakte vor Ort auf ein Minimum zu reduzieren, gilt deshalb seit November 2020 wieder ein generelles Besuchsverbot in den Kliniken. Ausnahmen gelten nur für werdende Väter, die bei der Entbindung dabei sein dürfen, sowie für Schwerstkranke und Patienten am Lebensende. Hier sind Besuche nach Rücksprache mit dem zuständigen Arzt möglich.

Trotz des erfreulicherweise sinkenden Inzidenzwertes werden die bestehenden eingeschränkten Besucherregelungen weiter fortgeführt. Hintergrund der Entscheidung sind die aufgetretenen Virusmutationen, die in anderen Regionen, teilweise auch in Krankenhäusern zu einem unkontrollierten Ausbruchsgeschehen geführt haben.

„Wir freuen uns, dass wir während der gesamten bisherigen COVID19-Pandemie auch in angespannter Situation unseren Versorgungsauftrag für die Landkreisbevölkerung erfüllen konnten“, bestätigt Dr. Vera Antonia Büchner, Vorstandsvorsitzende der Haßberg-Kliniken. „Auch unsere Notaufnahme war und ist für Notfälle uneingeschränkt im Einsatz.“ Durch die aktuell und auch hoffentlich weiterhin zurückgehenden Corona-Fallzahlen im Landkreis konnte seit Anfang des Jahres 2021 auch das OP-Programm in den Kliniken wieder deutlich ausweitet werden, selbstverständlich stets unter Berücksichtigung aller erforderlichen Schutz- und Hygieneregelungen.

Auf Basis der Allgemeinverfügung der Bayerischen Staatsregierung wird seit Beginn der Pandemie bei allen ambulanten und stationären Patienten direkt beim Eintritt in Krankenhaus oder Praxis ein Erstscreening „FM Erstscreening bezgl. COVID-19“ durchgeführt. Seit dem 25. Mai 2020 werden zudem alle Patienten vor ihrer stationären Aufnahme in die Haßberg-Kliniken auf COVID-19 getestet, das gilt gleichermaßen für bereits geimpfte Patienten. Zur Sicherheit der Patientinnen und Patienten tragen weiterhin engmaschige Testungen von Ärzten und Pflegekräften nach den aktuellen Vorgaben des Bayerischen Infektionsschutzgesetzes bei. Seit Anfang Januar wurde auch bereits an mehreren Impfterminen ein beträchtlicher Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit höchster Priorität gegen COVID-19 geimpft. Außerdem besteht in den Krankenhäusern und Medizinischen Versorgungszentren der Haßberg-Kliniken die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. red

Das Gesundheitsamt Haßberge meldet am Freitag in seiner aktuellen Pressemeldung sechs Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle auf 2402. Aktuell sind 53 Personen mit dem neuartigen Virus infiziert. 2281 Bürger sind inzwischen wieder genesen. 68 Menschen sind leider im Zusammenhang mit der Infektion verstorben. In häuslicher Isolation befinden sich 134 Personen. Die 7-Tageinzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut bei 42,7. Zwei Wege führen für Personen, die über 80 Jahre alt sind, zum persönlichen Impftermin: Eine telefonische Anmeldung über die Impf-Hotline des Landratsamtes Haßberge unter der Rufnummer 09521/27600 (Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr, Freitag, 8 Uhr bis 12.30 Uhr) oder eine Onlineanmeldung über die Internetseite www.impfzentren.bayern.de. Termine werden dann nach Verfügbarkeit des Impfstoffs vergeben. Jeder erhält dabei immer gleich zwei Impftermine, weil erst mit der Zweitimpfung die volle Schutzwirkung der Impfung erreicht wird.

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