Crystal, Marihuana, Kokain Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Drogenbande

Symbolfoto. Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb/Boris Roessler

Nach umfangreichen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Bamberg Anfang August 2021 Anklage gegen sechs Beschuldigte aus dem Raum Haßfurt erhoben. Die Bande soll im Zeitraum von Anfang 2020 bis Frühjahr 2021 mit insgesamt mindestens 10 kg Metamphetamin (Crystal) und mindestens 160 kg Marihuana gehandelt haben.

Bamberg / Schweinfurt / Hassfurt - Wie die Staatsanwalt Bamberg mitteilt, ist ihr in enger Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Schweinfurt ein Ermittlungserfolg gegen den regionalen Drogenhandel im Raum Haßfurt gelungen. Wie bereits Ende März bekannt wurde, wurden im Frühjahr 2021 mehrere Personen festgenommen. Bei der damaligen Festnahme fand auch eine Durchsuchung statt. Dabei stellten die Beamten circa 1,5 kg Metamphetamin, rund 16,5 kg Marihuana, ungefähr 140 g Kokain und rund 800 g MDMA sicher. Zudem beschlagnahmten die Beamten mehrere tausend Euro Bargeld, hochwertigen Schmuck sowie zwei Kraftfahrzeuge der Bande. Die Fahrzeuge hatte die Bande genutzt, um Betäubungsmittel zu beschaffen und zu verteilen.

Drogenhandel als Einkommensquelle

Die weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bamberg und der Kriminalpolizei Schweinfurt ergaben, dass die Angeschuldigten in einem noch weitaus größeren Umfang mit Betäubungsmittel handelten. Drei Männern und einer Frau wird vorgeworfen, sich ab Anfang 2020 zu einer Bande zusammengeschlossen zu haben, um sich durch die Beschaffung und den Verkauf von Betäubungsmitteln in erheblichem Umfang eine Einkommensquelle zu schaffen.

Transport der Betäubungsmittel durch weibliches Bandenmitglied

Zwei der männlichen Angeschuldigten sind als Kopf der Bande anzusehen, die Anweisungen für die Beschaffung von Betäubungsmitteln gaben. Dabei griffen sie auf Lieferscheine aus dem Raum Wiesbaden und Berlin zurück. Der Transport des beschafften Betäubungsmittels zu den Bandenköpfen erfolgte hauptsächlich durch ein weibliches Bandenmitglied. Die Bande bediente sich bei der Beschaffung, Lagerung und Auslieferung der Ware unter anderem der Hilfe zweier weiblicher (Mit-)Angeschuldigter.

Vertrieb durch „Darknet“

Ein Teil der beschafften Betäubungsmittel wurde über einen Internetshop im sogenannten „Darknet“ verkauft. Die Angeschuldigten sollen mehr als 10 kg Metamphetamin, mindestens 160 kg Marihuana, 200 Gramm Kokain und mehr als 2 kg Amphetamin im Zuständigkeitsbereich der Polizeipräsidien Ober- und Unterfranken an verschiedene Abnehmer weiterverkauft haben.

Verhandlungstermin steht aus

Die Staatsanwaltschaft Bamberg wirft den Angeschuldigten unter anderem unerlaubtes bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in mehreren Fällen vor. Anfang August 2021 hat die Staatsanwaltschaft Bamberg Anklage zum Landgericht Bamberg erhoben. Ein Verhandlungstermin wurde bislang noch nicht bestimmt.

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