„Das große Backen“ Tambacher fliegt aus SAT-1-Show

Mathias Mathes

„Das große Backen“ geht ohne den 19-jährigen Daniel Moll weiter. Am Ende fehlt ihm ein winziges Pünktchen.

Tambach - Daniel Molls Reise durch die Sat.1-Sendung „Das große Backen“ ist zu Ende. Denkbar knapp schied der aus Tambach stammende 19-Jährige in der sechsten von acht Folgen aus. Der junge Mann war bei der am Sonntagabend ausgestrahlten Sendung schon mit gemischten Gefühlen an den Start gegangen: „Ich habe wieder dieses Kribbeln in den Fingern.“ Kuchen und Torten, die einen Bezug zu Südafrika haben, standen diesmal auf dem Programm für die noch verbliebenen fünf Hobbybäcker und Hobbybäckerinnen im Kampf um den „Goldenen Cupcake“, 10 000 Euro und das eigene Backbuch. Los ging es dann mit einem Kuchen im „Leoparden-Look“. Daniel legte einen richtig guten Start hin. Die Expertenjury aus Meisterpatissier Christian Hümbs und der von Moderatorin Enie van de Meiklokjes stets als „Königin der Motivtorte“ vorgestellten Bettina Schliephake-Burchardt zeigte sich begeistert. „Fast flauschig“ wirke der Biskuitmantel von Daniels Torte „Hakuna Banana“, für die, wie schon der Name sagt, der junge Hobbybäcker karamellisierte Bananen verwendete. „Schmeckt hervorragend, 100 Punkte“, meint ein genüsslich kauender Christian Hümbs. Nichts, aber auch gar nichts deutet nach Aufgabe eins darauf hin, dass Daniel Moll rausfliegen könnte.

Aufgabe zwei, wie immer die technische Prüfung streng nach den Vorgaben der Jury, brachte schon manchen Teilnehmer ins Schleudern. Diesmal sollen die Hobbybäckerinnen und Hobbybäcker eine südafrikanische Milk Tarte zubereiten, und zwar pronto! Ein Mürbteig ist dabei in perfektem Verhältnis zu einer Puddingmasse als Füllung sowie den Aromen von Zimt, Vanille und Orangen zu bringen. Dazu tickt die Uhr. Für diese „Speed-Challenge“ haben die verbliebenen fünf Kandidaten gerade einmal 90 Minuten Zeit. Daniels Kreation steht von Anfang an unter einem schlechten Stern: Der Teig geht im Ofen zu stark auf und bei der fertigen Tarte fällt Christian Hümbs sofort auf: „Obendrauf ist der Kuchen zu dunkel.“ Und dass „beim Backen was schiefgelaufen“ ist, entgeht dem strengen Auge des Experten ebenso wenig. „Kann man aber noch gut essen“, lässt „Betty“ Schliephake-Burchardt verlauten. Aber die Optik! Die Jury ist der Meinung, das haben Daniels vier Mitstreiter alle besser gemacht. „Ich weiß, wo ich stehe“, sagt der 19-Jährige schon vor der Verkostung. Über den letzten Platz bei der technischen Prüfung ist er daher nicht überrascht.

Zum Glück hatte Konkurrent Fares bei Aufgabe eins voll danebengegriffen. Noch ist für Daniel das Rennen offen, als es auf die „Sweet Baby Safari“ geht. Die Kandidatinnen und Kandidaten sind aufgefordert, Torten in Form von Tierbabys zu backen. Dabei ist ein gutes Auge gefragt, denn die süßen Babys sollen ihren natürlichen Vorbildern so ähnlich wie möglich sehen.

Daniel entscheidet sich für ein Löwenjunges. Sein „Little Lion Joshua“ besteht aus mehreren Schokoladenböden, die mit einer Basilikum-Buttercreme, Mango-Erdbeer-Kompott, frischer Drachenfrucht und Mango-Crispies gefüllt werden. Aus Fondant wird dann ein Löwe geformt. So weit die Theorie. Mit dem Ergebnis ist der bislang jüngste Kandidat dann gar nicht zufrieden: „So enttäuscht von mir selbst war ich hier noch nie.“ Dabei hat der Sprecher aus dem Off schon vor Beginn der dritten Aufgabe geraunt: „Jeder Fehler kann nun das Aus bedeuten.“

Herausgekommen ist „ein moppeliger Löwe“, wie Hümbs meint. Und der Kopf ist für seine Jury-Kollegin „dann doch zu lang“. Und geschmacklich fehle einfach etwas. Zum Beispiel sei vom Basilikum kein Hauch zu spüren. Dann auch noch das: Der 28-jährige BWL-Student Fares Ben Mdalla aus Berlin macht seinen Schnitzer aus Runde eins wieder wett. Mit dem Wagnis, Paprika und Himbeeren zu kombinieren, punktet er mächtig. Zu mächtig für Daniel, den Fares schließlich um nur einen Jurypunkt hinter sich lässt. Daniel nimmt das Aus nach sechs von acht Runden mit Fassung: „Ich bin glücklich und dankbar, dabei gewesen zu sein.“

 

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