Martin K., der in Turkmenistan geboren wurde, war ein Jahr alt, als seine Eltern nach Coburg kamen – die Mutter studierte Wirtschaftswissenschaftlerin, der Vater gelernter Schlosser. Der heute 30-Jährige, der perfekt Deutsch, Turkmenisch und Russisch spricht, besuchte in der Vestestadt den Kindergarten und schloss die Realschule mit der Mittleren Reife ab. Dann wollte er raus aus Coburg, wollte mehr erreichen, wie Dr. Thomas Wenske, Chefarzt der Klinik für forensische Psychiatrie in Erlangen, am Freitag im Landgericht Coburg sagte. Hier muss sich Martin K. wegen eines Drogengeschäfts verantworten, das bislang einmalig in der Geschichte der Coburger Justiz ist. Es geht um den geplatzten Handel mit rund 760 Kilogramm Kokain im Schwarzmarktwert von etwa 76 Millionen Euro.
Von der Uni ins Drogengeschäft Der Hauptangeklagte und seine Geschichte
Wolfgang Braunschmidt 20.01.2023 - 13:54 Uhr