Neue ethische Debatte im Bundestag
Am Vortag hatte bereits eine weitere Gruppe – ebenfalls aus Abgeordneten von CDU, CSU, SPD, Linken und Grünen – vor einer Widerspruchsregelung gewarnt. Diese wäre ein "Grundrechtseingriff", so diese Parlamentarier. Der CDU-Abgeordnete Michael Brand, der den fraktionsübergreifenden Antrag für mehr freiwillige Organspenden mitinitiiert hatte, mahnte: "Wenn fast überall, wie im Internet, bei Datenschutz, Verträgen und anderen zurecht die aktive Zustimmung, also ein ausdrückliches Ja, die Voraussetzung ist, dann kann es ja wohl ausgerechnet beim eigenen Körper nicht sein, dass jeder, der nicht Nein sagt, vom Staat zum Organspender erklärt wird." Verbessert werden müssten jedoch Möglichkeiten zur Abgabe einer Erklärung, zum Beispiel in Bürgerämtern. Grau hingegen versicherte: "Niemand wird gegen seinen Willen zum Organspender oder zur Organspenderin."