Demo vor Staatskanzlei Coburger Modehaus zeigt in München Flagge

Janis Franz (links), Schwester Maxima (rechts) und Mutter Jasmin bei der Kundgebung in München. Foto: privat

Das Modehaus Franz zeigt beteiligt sich am Aktionstag Lasstunsöffnen. Vor der Staatskanzlei fordern sie Perspektiven für alle Branchen.

Coburg/München - Unter dem Motto „Lasstunsöffnen“ rufen mehrere Initiativen bereits seit April in verschiedenen bayerischen Städten zu Aktionstagen auf. Gefordert werden gerechte und vor allem nachvollziehbare Regelungen und Öffnungsperspektiven für alle Branchen. Am gestrigen Dienstag fand der bayernweite Aktionstag vor der Staatskanzlei in München statt, wo zwischen acht und neun Uhr die zur Kabinettssitzung eintreffenden Minister empfangen wurden.

Für die Demo waren auch Jasmin Franz und ihre Töchter Janis und Maxima, vom Modehaus Franz, nach München gekommen. „Wir haben uns Sonntagfrüh spontan entschieden, hier teilzunehmen“, erzählen sie. Um kurz nach fünf brachen sie am Dienstagmorgen auf, um rechtzeitig in München zu sein. In den sozialen Medien hatten sie zuvor kräftig dafür geworben, dass sich ihnen mehr Händler aus Coburg und der Region anschließen – und sei es nur mit guten Worten. „Wir haben von den Kunden und Bürgern auch viel Zuspruch bekommen“, so Janis Franz. In der Landeshauptstadt hielten sie jedoch alleine die Flagge für den Coburger Einzelhandel hoch. „Alleine für alle“, wie es Janis Franz beschreibt. Trotzdem sind die beiden zufrieden: „Es geht uns um die Sache. Wir sind für unsere Branche aufgestanden“, so ihr Fazit.

Die mit dem Lockdown einhergehenden Regelungen mache es den Einzelhändlern immer schwieriger, ihrem Geschäft nachzugehen, kritisieren die Geschäftsfrauen. So war das Modehaus Franz in den letzten Wochen dazu übergangen, vor der Tür des Ladens in der Ketschengasse Ständer aufzustellen und Kunden draußen zu bedienen. „Das wurde uns mittlerweile vom Ordnungsamt telefonisch untersagt und mit Strafe gedroht“, so Jasmin Franz.

Zentrales Anliegen der Initiativen, die sich aus den Bereichen Einzelhandel, Sport und Gesundheit, Hotel und Gastronomie, Kunst und Kultur, Event und Messe sowie Bildung und Tourismus zusammensetzen, ist eine Strategie, die nicht ausschließlich an Inzidenzwerten ausgerichtet ist. Mit „friedlichen und vernünftigen Kundgebungen, Pressekonferenzen und Aktionen“ wollen die Teilnehmer auf ihre Lage aufmerksam machen. Die „Lasstunsöffnen“-Initiatoren distanzieren sich dabei von Coronaleugnern, Verschwörungstheoretikern und extremen linken und rechten Gruppierungen.

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