Denkmal-Tag Zeitzeugen der Geschichte zeigen sich

Rund um das Motto „Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte“ zeigen sich am 8. September zum „Tag des offenen Denkmals“ auch in den Haßbergen Orte, die einen Besuch wert sind. Ein Überblick.

Historisches fest im Blick: Am 8. September öffnen auch Orte, die sich sonst nicht so einfach sehen lassen. Foto: picture alliance/dpa/Guido Kirchner

Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, dreht sich rund um das Motto „Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte“. Als Wahrzeichen werden oftmals einzigartige Bauten bezeichnet, die als wiedererkennbare Sehenswürdigkeiten in Erinnerung bleiben. Indem sie für ein bedeutendes historisches Ereignis stehen, das Stadtbild oder die Stadtsilhouette prägen oder weithin sichtbar sind, werden sie zum Symbol, zum „Zeichen“ des Ortes. Auch im Landkreis Haßberge können wieder Denkmäler und museale Bauten besichtigt werden. Das Programm kann im Internet unter folgendem Link abgerufen werden: https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm.

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Über 5000 Denkmaltüren öffnen immer am 2. Sonntag im September deutschlandweit für interessierte Besucher. Diese können dann sonst nicht zugängliche Orte entdecken und sich dafür begeistern. Oftmals auch mit einem Begleitprogramm: So darf man historische Handwerkstechniken erlernen oder Experten bei Restaurierungsmaßnahmen über die Schulter gucken.

Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist für das Konzept des Aktionstags verantwortlich und legt das jährliche Motto fest.

Folgende Veranstalter haben sich im Landkreis Haßberge bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz angemeldet und öffnen ihre Türen und Tore:

Das Eberner Rathaus. Foto: NP Archiv/Rudolf Hein

Historisches Rathaus und Baustile im Altstadtbereich Ebern (Marktplatz 30)

Öffnungszeiten und Begleitprogramm: Führung 11.00 – 12.00 Uhr, Treffpunkt 11 Uhr vor dem Rathaus.

Kontakt: Kreisheimatpflegerin Christiane Tangermann, Kreisheimatpflegerin, und Bernd Ebert, Tourist Information Stadt Ebern, 09531/62914, bernd.ebert@ebern.de bzw. touristinfo@ebern.de. Auch für Kinder geeignet.

Synagoge Gleusdorf. Foto: NP Archiv/Pia Bayer

Infozentrum für die Orts- und jüdische Geschichte – ehemalige Synagoge Gleusdorf (Dorfstr. 3)

Öffnungszeiten: 10.00 bis 17.00 Uhr, Begleitprogramm

Die Teilnehmer erkunden mit den Suchbildern die Spuren der verschiedenen Nutzungsphasen der Synagoge. Führung durch den Ort zum Thema „Zusammenleben von Christen und Juden in Gleusdorf“ startet um 16.00 Uhr an der Synagoge.

Kontakt: Iris Wild, Träger- und Förderverein Synagoge Memmelsdorf (Ufr.) e.V., 09544/985044, info@synagoge-memmelsdorf.de.

Ritterkapelle Haßfurt Foto: Moni Göhr/Landratsamt

Ritterkapelle Haßfurt (Obere Vorstadt 17)

Öffnungszeiten: 10.00 bis 18.00 Uhr

Kontakt: Tourist-Information Haßfurt, 09521/688300, touristinfo@hassfurt.de. 14.00 Uhr Führung durch Ritterkapelle und Dokumentationszentrum (Dauer 60 Minuten).

Romanische Kirche Obermerzbach0

14.00 Uhr Kirchenführung mit Karin Meyer-Jungclaussen.

Kontakt zum Veranstalter: Bernd Ebert, Stadt Ebern Touristinformation, 09531/62914, bernd.ebert@ebern.de.

Die Bing-Bahn dreht in der Synagoge Memmelsdorf ihre Runden. Foto: NP Archiv/Tanja Kaufmann

Synagoge Memmelsdorf, Gemeinde Untermerzbach, Judengasse 6

Öffnungszeiten: 10.00 bis 17.00 Uhr.

Begleitprogramm: Bing-Eisenbahnen - Von Nürnberg in die ganze Welt. Dr. Martin Boss zeigt ein Stück Industriegeschichte: Eine Blech-Eisenbahn wird in der Synagoge ihre Runden drehen. Nürnberg war seit der industriellen Revolution weltweit eines der Zentren zur Herstellung von maschinell gefertigtem Spielzeug aus bunt bedrucktem Weißblech. Der 1840 in Memmelsdorf geborene Ignaz Bing war einer der erfolgreichsten Unternehmer dieser Sparte in Nürnberg. Eine Anlage in Spur 0 hat sich seit 1930 bis heute fast verlustfrei erhalten: In Nürnberg gefertigt, war sie immer bei derselben Familie in Erlangen. Es ist aber auch eine Spurensuche der Lebensgeschichten der jüdischen Hersteller und Teilhaber
 an diesen Industrieunternehmen, des wachsenden Antisemitismus der Zeit bis zu ihrer Verfolgung und Vertreibung mit den Nürnberger Rassegesetzen. Auch in der Dauerausstellung finden sich Objekte und Informationen zu Ignaz Bing.

Von 10 - 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr steht Dr. Boss für Fragen zur Verfügung.

Kontakt: Iris Wild, Träger- und Förderverein Synagoge Memmelsdorf (Ufr.) e.V.

09544/985044, info@synagoge-memmelsdorf.de.