Der Fall Kerstin P. Reichsbürgerin ist ihre Waffen los

Ob die 56-Jährige aus Coburg ihre Revolver freiwillig abgegeben hat, ist unklar. Das Ordnungsamt verweist auf ein laufendes Verfahren.

Unter anderem ein Revolver .44 Magnum befand sich im Besitz von Kerstin P. Foto: picture alliance/dpa/Metropolitan Police

Coburg - Die Waffen von Kerstin P. sind sichergestellt. Das hat das Ordnungsamt der Stadt Coburg mitgeteilt. Unklar ist, ob die 56-Jährige die großkalibrigen Kurzwaffen, darunter ein Revolver .44 Magnum, selbst abgegeben hat oder ob sie geholt wurden. „Zu dem laufenden Verfahren geben wir keine weiteren Stellungnahmen ab“, sagte eine Pressesprecherin auf Anfrage der Neuen Presse.

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Zum allgemeinen Verfahren bei der Sicherstellung von Waffen erklärte Kai Holland, der Leiter des Ordnungsamtes, dass diese zunächst in der Behörde sicher aufbewahrt würden. Sobald das waffenrechtliche Verfahren bestandskräftig sei, könnten die Waffen verwertet werden. Soll heißen: Sie werden beispielsweise an Berechtigte verkauft. Den Erlös erhielte dann der ursprüngliche Besitzer. Oder aber dieser benennt einen Berechtigten, in dessen Eigentum sie übergehen sollen.

Wie mehrfach berichtet, hatte Kerstin P. am 5. Februar in Coburg ein bundesweites Reichsbürgertreffen organisiert. Bereits am 12. September vergangen Jahres wurde sie aus der Schützengesellschaft Coburg wegen mehrerer Vorfälle ausgeschlossen. Im Anschluss daran war sie nicht mehr berechtigt, eine Waffenbesitzkarte zu führen.