Das Aufstellen des „Kerwes-Bam“ ist landauf und landab der zentrale Brauch in der fränkischen Kerwa und das geschah auch am Wochenende im Jubiläumsort Kirchaich. Die „Kerwes-Moggl“ sorgten dabei für ein Spektakel auf dem Dorfplatz, zu dem sich fast die gesamte Gemeinde eingefunden hatte. Die Bürger wurden dabei überrascht von der szenischen Darstellung der Überreichung der Wildbannurkunde im Jahre 1023 durch Kaiser Heinrich II und seiner Frau Kunigunde mit ihrem Gefolge in historischen Kostümen. Schon Stunden davor hatten die „Kerwes-Moggl“ den Kerwes-Bam für das Jubiläumsjahr ausgewählt, gefällt, den Stamm bis hinauf zur Krone entastet und dann mit einem Kranz verziert. Der Baum wies die ansehnliche Höhe von 27 Metern auf. Von zwei Pferden wurde der Baum mit großem Geleite und mit Blasmusik zum Dorfplatz gezogen und aufgestellt.