Deutsche Rallye-Meisterschaft Dinkels DM-Traum platzt

Mussten im abschließenden Lauf der Deutschen Rallye-Meisterschaft die Führung noch abgeben: der Rossacher Dominik Dinkel und sein Beifahrer Pirmin Winklhofer wurden am Ende Dritte. Foto: Brose Motorsport/Sascha Dörrenbacher

Der Rossacher Rallye-Pilot scheidet beim finalen Lauf der DRM in Zwickau aus. Er muss Griebel und den Lokalmatadoren Tannert vorbeiziehen lassen und wird Dritter.

Zwickau/Wonsees/Rossach - Motorsport-Fans erlebten bei der AvD-Sachsen-Rallye, dem fünften und abschließenden Lauf der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) 2021, ein wahres Herzschlagfinale. Nach einem großartigen Kampf rund um Zwickau und konstant guten Leistungen über die gesamte Saison im Citroën C3 Rally2 belohnten sich Marijan Griebel (Hahnweiler) und sein Co-Pilot Alexander Rath (Trier) mit dem Titelgewinn.

Geburtstagskind und Pechvogel

Der große Pechvogel war Dominik Dinkel. Der Kraftfahrzeug-Meister aus Rossach, der inzwischen in Wonsees wohnt, startete am Freitag an seinem 29. Geburtstag als Führender in der Gesamtwertung mit drei Punkten Vorsprung ins Finale. Nach dem ersten Tag hatten er und sein Beifahrer Pirmin Winklhofer aus dem österreichischen Welgersdorf mit nur 6,3 Sekunden Rückstand auf Platz eins noch alle Chancen. Doch am zweiten Tag folgte das unglückliche Aus: „Es hat nicht sollen sein! Wir sind auf WP 9 ohne großes Risiko auf die Wiese gekommen und dann im Gebüsch steckengeblieben. Ein Weiterfahren war nicht möglich. Wir sind sehr enttäuscht, aber bis dahin eine erfolgreiche Saison gefahren“, resümierte Dinkel, der damit den Titel nach den Vizemeisterschaften 2017 und 2018 erneut knapp verpasst hat.

Ein „Ausritt“

Der finale DRM-Lauf rund um Zwickau, im Zwickauer Land und im Vogtland hatte es für die deutsche Rallye-Elite noch einmal in sich. Schwere und schnelle Wertungsprüfungen forderten zum Saisonabschluss alles von den Piloten und ihren Beifahrern ab. Bei insgesamt zwölf Wertungsprüfungen über 147 Kilometer ging es bei perfekten Wetterbedingungen um wertvolle Sekunden und Punkte. Technische Probleme und der „Ausritt“ am Samstag machten die Hoffnungen von Dinkel/Winklhofer im Ford Fiesta Rally2 auf den Gesamtsieg zunichte. Ihr härtester Verfolger, der 32-jährige Griebel, ließ sich die Chance nicht mehr nehmen und feierte mit Co-Pilot Rath seinen zweiten deutschen Meistertitel.

Lokalmatador gewinnt

Mit den heimischen Fans im Rücken wuchs Skoda-Pilot und Lokalmatador Julius Tannert über sich hinaus. In sechs von zwölf Wertungsprüfungen fuhr er die Bestzeit. Am Ende gewann er mit Co-Pilot Helmar Hinneberg aus Hamburg die Sachsen-Rallye vor Griebel, schob sich in der Gesamtwertung ebenfalls noch an Dinkel vorbei und wurde Vize-Meister.

Autor

 

Bilder