Bei der Frage, wie viele Abweichler es insgesamt geben könnte, verwies Linnemann auf die Sitzung der Bundestagsfraktion am Dienstag. Dort werde "einmal abgestimmt und dann geschaut". Er setze auf eine ehrliche Debatte.
Spahn: Folge einer Ablehnung wird Stillstand sein
Auch Unionsfraktionschef Jens Spahn warnte in der ARD-Talkshow "Caren Miosga", im Fall einer Ablehnung des Rentenpakets könne in der Koalition nicht weitergemacht werden, als wäre nichts gewesen. "Die Folge wird ja sein, dass erst mal alles zum Stillstand kommt: Bürgergeld, Migration, Energiepolitik." Spahn gab sich zugleich zuversichtlich, die notwendigen Ja-Stimmen zu erreichen. "Die Mehrheit ist im Werden", sagte er.
Für die SPD sei das Thema Rente so wichtig für den Weg in die Koalition gewesen wie für die CDU die Beschränkung illegaler, irregulärer Migration, mehr innere Sicherheit und Wirtschaftswachstum, sagte Spahn. In der Koalition müsse man auch schwere Kompromisse mittragen. Der Fraktionschef verwies darauf, dass die Wirtschaft schrumpfe und Europa und Deutschland in keiner insgesamt stabilen Lage seien. "Da hat jede Abstimmung Folgen über die Sachfrage hinaus, und dieses Ringen findet gerade statt", sagte Spahn.