Merz setzt auf Rauhe bei Olympia-Bewerbung
Die Olympia-Bewerbung werde auch die vorrangige Aufgabe für Rauhe sein, so Kanzler Merz: "Wir wollen dann, wenn die Entscheidung feststeht, wo sie stattfinden sollen, mit ganzer Kraft uns für diese Olympischen Spiele bewerben. Und ich erhoffe mir dabei eine tatkräftige Unterstützung durch Ronald Rauhe. Aber es wird auch die ganze Bundesregierung hinter dieser Entscheidung stehen."
Olympia-Gold 2021 als Karriereabschluss
Merz hatte von vornherein vor, jemanden ins Kanzleramt zu holen, der schon mal als Sportler aktiv war. Rauhe war auf dem Wasser immer einer der Schnellsten. Der heute in Potsdam lebende 44-Jährige war spezialisiert auf die kurzen Strecken über 200 und 500 Meter. Zum krönenden Abschluss seiner Karriere gewann er mit dem Vierer-Kajak Olympia-Gold bei den Spielen in Tokio 2021 auf der langen Sprintstrecke – und weinte anschließend bittere Tränen.
31 Medaillen bei Olympia, WM und EM
Seinen ersten Olympiasieg hatte Rauhe bereits 2004 in Athen im Zweier geholt. Der gebürtige Berliner war in allen Bootsklassen vom Einer bis zum Vierer zu Hause und holte insgesamt 31 Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften.
Nach seiner Karriere widmete sich der Sportsoldat sowohl der Weiterentwicklung der Rennkanus gemeinsam mit dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) als auch den Interessen der Sportler. Seit 2023 ist er Mitglied in der Athletenkommission des Europäischen Olympischen Komitees und hatte sich für die Berufung einer Sportministerin oder eines Sportministers im Bundeskanzleramt starkgemacht. Nun wird er in diesem Amt der Nachfolger von Schenderlein, aus deren Händen er im vergangenen Januar das Silberne Lorbeerblatt entgegengenommen hatte.